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Texas : Tote und Verletzte bei Explosion in Düngerwerk

  • Aktualisiert am

Ein Einwohner der Stadt West in Texas hat die durch die Explosion verursachte Rauchwolke festgehalten Bild: AP

Bei der Explosion einer Düngemittelfabrik in Texas hat es bis zu 15 Tote gegeben. Das sagte ein Polizeisprecher bei einer Pressekonferenz. Mindestens 160 Menschen wurden demnach verletzt. Hinweise auf einen Anschlag gab es nicht.

          Die Explosion einer Düngemittelfabrik in Texas hat fünf bis 15 Menschen getötet und mindestens 160 verletzt. Das bestätigte die Polizei am Donnerstagmorgen (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz. Die Ursache des Unglücks war zunächst unklar. Hinweise auf einen Anschlag gab es nicht.

          Der Chef des lokalen Rettungsdienstes war zuvor nach Berichten der Sender CNN und CBS von mindestens 60 Toten ausgegangen. „Das ist noch eine sehr ungenaue Schätzung, die ich von den Feuerwehrleuten bekommen habe. Wir wissen es noch nicht genau“, sagte Rettungsdienst-Chef George Smith. „Zwei Notfallhelfer sind tot, das wissen wir, und es könnten auch drei Feuerwehrleute ums Leben gekommen sein.“

          Die Explosion geschah am Mittwochabend kurz vor 20 Uhr. Gewaltige Stichflammen schossen in den Himmel, wie auf Videobildern von Augenzeugen zu sehen ist. Dutzende Häuser wurden von der Wucht der Explosion zerstört. Unter den eingestürzten Gebäuden könnten noch Menschen eingeschlossen sein, befürchtete Smith.

           „So etwas habe ich noch nie gesehen“, sagte Sheriff Parnell McNamara. „Mit all den Trümmern sieht es aus wie in einem Kriegsgebiet.“ Am frühen Donnerstagmorgen durchkämmten Feuerwehrleute die zerstörten Gebäude.

          Notfallzentrum eingerichtet

          Nach Angaben des Bürgermeisters von West wurden bei dem Unglück am Mittwochabend (Ortszeit) bis zu 80 Häuser zerstört. In einem Umkreis von fünf Blocks um die Fabrik habe es schwere Schäden gegeben, sagte Tommy Muska dem Nachrichtensender CNN. Betroffen seien auch eine Schule und ein Altenheim. Muska konnte zur Zahl der Todesopfer noch keine Angaben machen.

          Auf einem nahe der Fabrik gelegenen Sportplatz wurde ein Notfallzentrum eingerichtet. Krankenwagen und Hubschrauber brachten die Verletzten in umliegende Kliniken. Ein Mitarbeiter eines Krankenhauses in Waco sagte CNN, man sei aufgefordert worden, sich auf die Versorgung von 100 Verletzten vorzubereiten.

          Vor der Explosion war den Berichten zufolge ein Feuer in der Fabrik ausgebrochen. Als ein Düngemitteltank explodierte, seien schon Feuerwehrleute am Unglücksort gewesen. Da sich auf dem Gelände noch ein zweiter Tank befinde, seien die Bewohner von West aufgefordert worden, sich in Sicherheit zu bringen, berichtete CNN. Auch die Hubschrauberpiloten seien angewiesen worden, wegen einer befürchteten zweiten Explosion eine Mindestflughöhe einzuhalten.

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