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Abgestürzte Lion-Air-Maschine : Unzuverlässige Daten zu Geschwindigkeit und Flughöhe

Bergungsarbeiten nach dem Unglück in Indonesien Bild: EPA

Passagiere, die vor dem Unglücksflug in der später abgestürzten Maschine saßen, berichten von Höhenänderungen wie „in einer Achterbahn“. Die Billigfluglinie beharrt trotzdem darauf, dass das technische Problem behoben worden war.

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          Die vor Jakarta abgestürzte Boeing 737 hatte am Tag vor dem Unglücksflug offenbar Probleme mit den Fluginstrumenten im Cockpit. Nach Informationen der BBC hatten die Instrumente auf einem Flug von Bali nach Jakarta am Sonntag „unzuverlässige“ Daten zu Geschwindigkeit und Flughöhe angezeigt.

          Till Fähnders

          Politischer Korrespondent für Südostasien.

          Passagiere berichteten im indonesischen Fernsehen von rapiden Höhenänderungen in den ersten Minuten des Fluges, „wie in einer Achterbahn“. Eine Analyse im Internet zugänglicher Flugdaten ergab für den Unglücksflug am Montag dann einen ähnlich turbulenten Flugverlauf, berichtete die Website „Aviation Safety“. Die Billigfluglinie Lion Air beharrte allerdings darauf, dass das technische Problem vom Vortag nach Vorschrift behoben worden war.

          Die Piloten des Flugs JT610 hatten schon wenige Minuten nach dem Start von Jakarta nach Pangkal Pinang auf der Nachbarinsel Bangka die Rückkehr angekündigt. Danach war jedoch der Kontakt abgebrochen. Das Flugzeug war mit 189 Menschen an Bord ins Meer gestürzt; wie die Daten nahelegen, mit sehr hoher Geschwindigkeit.

          Vor allem die Tatsache, dass das Flugzeug erst wenige Wochen alt war, wirft nun Fragen auf. Genaue Antworten sind aber erst möglich, wenn die Flugschreiber geborgen sind. Das Wrack soll etwa 15 Kilometer nördlich von Jakarta liegen. Die Rettungskräfte hatten es am Dienstag noch nicht lokalisiert. Ihre Taucher sollten durch Unterwasserdrohnen und Sonargeräte unterstützt werden. Es gibt kaum Hoffnung, dass noch Überlebende gefunden werden können.

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