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„Irma“ zieht nach Florida : „Ein katastrophaler Sturm“

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Schwere Zerstörungen auf der Insel Virgin Gorda, die zu den britischen Jungferninseln gehört. Bild: AP

Das Hurrikan-Warnzentrum hat „Irma“ wieder in die höchste Kategorie 5 hochgestuft. Das amerikanische Militär bereitet sich auf einen Großeinsatz vor. In Florida befinden sich Hunderttausende Menschen auf der Flucht. Gouverneur Scott warnt: „Uns läuft die Zeit davon.“

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          In Erwartung des Hurrikans „Irma“ hat das amerikanische Militär tausende Soldaten mobilisiert. Die Gouverneure von Puerto Rico, den Amerikanischen Jungferninseln und Florida versetzten insgesamt fast 14.000 Angehörige der Nationalgarde in Alarmbereitschaft, wie das amerikanische Verteidigungsministerium am Freitag mitteilte. Damit sollten Such- und Rettungsmissionen sowie Evakuierungen unterstützt werden.

          5,6 Millionen Menschen in Florida wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen, wie der Hurrikan-Beauftrage Andrew Sussman laut der Zeitung „Tampa Bay Times“ sagte. Präsident Donald Trump und Floridas Gouverneur Rick Scott riefen die Menschen zu äußerster Vorsicht auf. „Uns läuft die Zeit davon. Wenn Sie in einer Evakuierungszone leben, müssen Sie jetzt gehen. Dies ist ein katastrophaler Sturm, wie ihn unser Bundesstaat noch nie erlebt hat“, sagte Scott.

          Im Vorbeiziehen an Kuba legte der Hurrikan noch einmal an Stärke zu und wurde vom Hurrikan-Warnzentrum wieder in die höchste Kategorie 5 hinaufgestuft.

          Verwüstung auf der Insel Tortola, die zu den britischen Jungferninseln gehört. Bilderstrecke

          Mehrere große Marineschiffe bereiteten sich auf Hilfseinsätze vor. Zusätzlich zu den bereits wegen Hurrikan „Harvey“ mobilisierten Schiffen wurden die „USS Kearsarge“ und die „USS Oak Hill“ entsandt. Die „USS Wasp“ übernahm den Transport von Verletzten von den Jungferninseln. Wie die Marine mitteilte, sollte sich ferner der Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ auf den Weg in die Region machen.

          Derweil wurden dutzende Kampfflugzeuge aus der Gegend abgezogen, in der Hurrikan „Irma“ am Samstag erwartet wurde. Dazu gehörten 50 F-16-Jets vom Luftwaffenstützpunkt Shaw in South Carolina.

          Vor dem anrückenden Wirbelsturm sind derzeit hunderttausende Einwohner in Florida auf der Flucht. Auf den beiden Highways entlang der Küsten des Bundesstaats bewegten sich Stoßstange an Stoßstange endlos scheinende Autokolonnen am Freitag langsam nach Norden. Die Meteorologen erwarteten, dass „Irma“ am Samstagabend mit Windgeschwindigkeiten von 240 Stundenkilometern auf die Südküste von Florida prallen wird.

          Die Evakuierungsmaßnahmen wurden allerdings mancherorts dadurch erschwert, dass das Benzin knapp wurde. Das Weiße Haus zeigte sich beunruhigt. Die Regierung hob eine gesetzliche Regelung auf, wonach nur Tanker unter amerikanischer Flagge Treibstoff von einem amerikanischen Hafen zu einem anderen liefern dürfen, wie der Heimatschutzberater des Weißen Hauses, Tom Bossert, sagte.

          Tropensturm „Irma“: Zur Ansicht der Prognose starten Sie das Video unten links, oder klicken Sie unten auf die Zeitleiste. Per Klick auf die Karte sehen Sie die örtliche Windstärke.

          Das Zentrum des Hurrikans wird Prognosen zufolge zuerst die Inselgruppe der Florida Keys auf Höhe von Marathon treffen. „Nirgends auf den Florida Keys wird es sicher sein“, schrieb der Nationale Wetterdienst. „Irma“ ist einer der stärksten Stürme, die jemals in der Region gemessen wurden. In der Karibik kostete er nach inoffiziellen Schätzungen mehr als 20 Menschen das Leben.

          Präsident Trump unterzeichnete ein Gesetzespaket, das Hilfen im Volumen von mehr als 15 Milliarden Dollar (12,8 Milliarden Euro) für die Opfer des Hurrikans „Harvey“ vorsieht, der in den Bundesstaaten Texas und Louisiana schwere Schäden angerichtet hatte. Mit dem Paket erhielten die Überlebenden des Sturms die von ihnen dringend benötigte Unterstützung, erklärte die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Huckabee Sanders.

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