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Giftstoffe : Tausende Ground-Zero-Helfer an Krebs erkrankt

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Die 9/11-Gedenkstätte am Ground Zero in New York Bild: dpa

Tausende Helfer, die nach den Terroranschlägen des 11. Septembers am Ground Zero in New York im Einsatz waren, sind an Krebs erkrankt. Immer mehr Betroffene beantragen Entschädigungszahlungen.

          Mindestens 2500 Feuerwehrleute, Polizisten, Sanitäter und Arbeiter, die nach den Terroranschlägen des 11. September 2001 am Ground Zero in New York im Einsatz waren, sind an Krebs erkrankt. Nach Recherchen der „New York Post“ beantragen 13 Jahre nach den Selbstmordattentaten immer mehr Erkrankte Entschädigungszahlungen des Hilfsfonds Victim Compensation Fund (VCF), den die amerikanische Regierung kurz nach den Anschlägen einrichtete.

          Überlebende und Familien der Opfer verzichteten damals als Gegenleistung auf Klagen gegen die Fluggesellschaften, deren Flugzeuge von den Terroristen in die Türme des World Trade Centers gelenkt wurden.

          Bis zum vergangenen Jahr meldeten sich aber lediglich etwa 1100 Einsatzkräfte nach Krebsdiagnosen bei dem Hilfsfonds. Ein Jahr zuvor hatten die Gesundheitsbehörden in Washington 58 Krebsarten auf die Liste der entschädigungsfähigen Krankheiten gesetzt.

          Giftstoffe wie Asbest und Benzol, die nach den Anschlägen am Ground Zero frei gesetzt wurden, sollen unter anderem Prostatakrebs und Leukämie begünstigen. Laut VCF wurden in den vergangenen Jahren 115 Patienten mit insgesamt 50,5 Millionen Dollar unterstützt. Wie einige der Krebskranken jetzt monierten, zögen sich die Zahlungen aber oft jahrelang hin.

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