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Heftiger Monsunregen : Mehr als 150 Menschen sterben bei Unwettern in Südasien

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Mitglieder der nepalesischen Armee retten Anwohner mit einem Schwimmring auf einer überfluteten Straße. Bild: dpa

Erdrutsche, Überschwemmungen und einstürzende Häuser werden zur tödlichen Gefahr. Zahlreiche Menschen sind bereits gestorben – und ein Ende der Monsunregen in Südasien ist noch nicht in Sicht.

          Der heftige Monsunregen in Südasien hat schon mehr als 150 Menschen das Leben gekostet. Die meisten Toten wurden bislang aus Nepal gemeldet: In dem Himalaya-Staat fielen bislang mindestens 65 Menschen Überschwemmungen und Erdrutschen zum Opfer, wie die Polizei am Montag mitteilte. Auch in Indien, Bangladesch und Pakistan brachten die Unwetter Tod und Zerstörung.

          In Nepal erfassten die starken Regenfälle 30 der 77 Bezirke, darunter auch die Hauptstadt Kathmandu, wie die Polizei am Montag mitteilte. 30 Menschen galten als vermisst, weitere 38 wurden verletzt. In dem entlegenen Bezirk Dolpa im Nordwesten Nepals begrub ein Erdrutsch am Sonntag neun Menschen. Dort gingen die Bergungsarbeiten am Montag weiter. „Ein Kind konnte gerettet werden, und einige Leichen wurden geborgen“, sagte der Polizeisprecher.

          4,5 Millionen Menschen direkt von Erdrutschen betroffen

          In den sieben in Indien betroffenen Bundesstaaten starben seit Beginn der verheerenden Regenfälle am vergangenen Mittwoch mindestens 51 Menschen, wie die Behörden am Montag meldeten. Besonders schlimm traf es die nördlichen und östlichen Bundesstaaten Uttar Pradesh, Bihar und Assam. Dort seien 4,5 Millionen Menschen direkt von Erdrutschen und Überschwemmungen betroffen oder hätten ihre Häuser verloren.

          In der Nähe der Stadt Solan suchten Rettungskräfte des indischen Katastrophenschutzes National Disaster Response Force (NDRF) nach Überlebenden, nachdem dort am Vortag ein dreistöckiges Gebäude bei Monsunregen eingestürzt war. Meteorologen erwarten für die kommenden zwei Tage weiteren Regen im Nordosten des Subkontinents.

          In Bangladesch kamen nach Angaben örtlicher Regierungsvertreter mindestens 16 Menschen infolge von Blitzeinschlägen und Überflutungen um. In dem Land treffen die Unwetter auch die aus Myanmar geflohenen Rohingya in den Flüchtlingslagern, wie die UNO-Flüchtlingshilfe, der deutsche Zweig des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR, in Bonn mitteilte.

          „Die Rohingya haben bereits eine dramatische Flucht hinter sich und in den Flüchtlingslagern erstmals Sicherheit erfahren. Nun regnet es seit Wochen auf die nur aus Bambus und Plastikplanen bestehenden Hütten der Geflüchteten. Sie brauchen dringend unser Unterstützung, damit die Lager stabil bleiben“, sagte Geschäftsführer Peter Ruhenstroth-Bauer.

          Aus Myanmar (ehemals Birma), wo die große Mehrheit der Bevölkerung buddhistischen Glaubens ist, sind seit August 2017 mehr als 730.000 Muslime ins Nachbarland Bangladesch geflohen. Das Militär und die Regierung der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi stehen wegen der Verfolgung von Rohingya international schwer in der Kritik. Die UN spricht von Völkermord.

          In Pakistan wurden nach heftigen Regenfällen in Kaschmir mindestens 24 Menschen vermisst, wie örtliche Behörden am Montag mitteilten. Sturzfluten hätten im Neelam-Tal, einem beliebten Touristenziel unweit der De-facto-Grenze zu Indien, eine Moschee mitgerissen. Überschwemmungen und Blitzeinschläge hätten zudem mehr als 100 Häuser und einen Markt zerstört.

          Die Monsunzeit in Südasien dauert gewöhnlich von Juni oder Juli bis September. Zwar ist der Regen für die Landwirtschaft lebenswichtig. Er richtet aber auch immer wieder großen Schaden an. Jedes Jahr kommen dabei Hunderte Menschen ums Leben.

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