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Sturm über Deutschland : Unwetter legt Flughäfen zeitweise lahm

  • Aktualisiert am

Autos fahren am Freitag im sächsischen Lichtenberg über eine überflutete Straße. Bild: dpa

Gewitter sorgen in der Nacht zu Samstag in verschiedenen Teilen Deutschlands wieder für massive Überschwemmungen und Sachschäden. Die Flughäfen in Berlin und Düsseldorf mussten ihre Abfertigung teilweise einstellen.

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          Ein schweres Unwetter hat den Flugverkehr in Berlin am Freitag erheblich beeinträchtigt. Die Abfertigung an den Flughäfen Schönefeld und Tegel wurde am Abend zeitweise eingestellt, wie die Flughafengesellschaft FBB mitteilte. In Tegel fielen 50 Verbindungen aus, in Schönefeld 16, wie ein Flughafensprecher am Samstag sagte. Auf dem Flughafen Tegel wurde die Abfertigung um 19.45 Uhr zunächst eingestellt. Erst ab 21.15 Uhr konnte wieder gestartet, ab 21.45 Uhr dann auch wieder gelandet werden. 200 Maschinen waren verspätet. Wegen des Rückstaus waren am Ende auch 63 Nachtflüge nötig.

          In Schönefeld traten die Probleme bereits früher auf. Zwischen 17.45 und etwa 20.00 Uhr wurden keine Maschinen abgefertigt. Es kam neben den Ausfällen zu 50 verspäteten Verbindungen.

          Maschinen, die bereits Passagiere und Gepäck aufgenommen hatten oder kurz vor dem Unwetter gelandet waren, mussten auf beiden Flughäfen warten, bis der Betrieb wieder aufgenommen wurde.

          Am Flughafen in Düsseldorf wurde am Morgen wegen starker Regenfälle zweimal die Abfertigung unterbrochen. Leichte Verzögerungen bei Starts und Landungen waren die Folge. „Aus Sicherheitsgründen lassen wir keine Mitarbeiter oder Passagiere aufs Vorfeld, wenn gerade eine Gewitterzelle über dem Platz ist. Dann stehen Busse, Tankwagen und Lotsenfahrzeuge kurzzeitig still“, sagte ein Sprecher auf Anfrage. Auch die Start- und Landebahn würde regelmäßig überprüft. „Aquaplaning kann die Griffigkeit herabsetzen. Wir checken laufend die Reibungswerte.“

          In den vergangenen Tagen hatten in mehreren Bundesländern heftige Unwetter gewütet. Am Freitagnachmittag überschwemmte Starkregen Teile der Innenstadt von Soest. Vor allem die Altstadt stehe unter Wasser, sagte ein Feuerwehrsprecher. Straßen seien überflutet worden und Keller bis unter die Decke vollgelaufen. Am frühen Abend sei das Wasser dann allmählich wieder abgelaufen, als der Regen aufgehört habe. Bis zu 300 Kräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) waren den Angaben zufolge im Einsatz. Am Nachmittag zählte die Feuerwehr etwa 500 Notrufe. Die Feuerwehren im Land fuhren Dutzende Einsätze wegen Blitzeinschlägen, vollgelaufener Tiefgeschosse und gefluteter Straßen.

          Lage soll sich am Wochenende entspannen

          Am Morgen hatten sich nach Informationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) schwere Gewitter ihren Weg von Aachen ins Ruhrgebiet gebahnt. Sie waren schließlich über das Münsterland abgezogen. Stellenweise hätten sich weit mehr als 40 Liter Wasser pro Stunde und Quadratmeter ergossen, hieß es.

          Auch in Teilen Sachsen-Anhalts haben starke Gewitter für enorme Regenmengen gesorgt. In Halberstadt etwa seien am Freitagnachmittag binnen einer Stunde etwa 40 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes. Laut einem Sprecher der Leitstelle rückten Feuerwehr und das Technische Hilfswerk in der Vorharz-Stadt binnen kurzer Zeit zu mehr als 200 Einsätzen aus. Unter anderem seien Menschen aus einem Auto gerettet worden. In der Innenstadt habe das Wasser in einigen Straßenzügen teils einen Meter hoch gestanden. Nach Angaben des Lagezentrums im Magdeburger Innenministerium gab es landesweit jedoch keine Schäden größeren Ausmaßes.

          Am Wochenende soll sich die Lage wiederr entspannen. Am Samstag würden nur noch vereinzelt Gewitter erwartet,
          sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes. Für Sonntag seien freundlicheres Sonnenwetter und kühlere Temperaturen zu erwarten.

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