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Nach starken Schneefällen : Brennerautobahn für Verkehr wieder geöffnet

  • Aktualisiert am

Zahlreiche Lastwagen sind liegen geblieben. Bild: Feuerwehr Klausen

Nahe Österreich ist eine Lawine auf einen Autobahnabschnitt niedergegangen. Verletzt wurde niemand, die Autobahn war zeitweise gesperrt. Reisende mussten stundenlang in ihren Autos ausharren.

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          Nach dem Schneechaos in Norditalien ist die Brennerautobahn (A22) schrittweise wieder für den Verkehr geöffnet worden. „Die Verkehrssituation auf den Staatsstraßen und auf der Brennerautobahn hat sich leicht entspannt, kritische Situationen bestehen aber weiterhin“, teilte der Südtiroler Zivilschutz am Samstag mit. Neben der Freigabe der Südspur wurde auch die Nordspur der A22 Stück für Stück wieder befahrbar gemacht. Zuvor hatte ein Lawinenabgang an der Grenze zu Österreich zu einer Sperre der Autobahn geführt. Verletzt wurde dabei niemand.

          Reisende saßen laut Medienberichten in ihren Autos fest. Einsatzkräfte hätten etwa 200 Personen aus ihren Bussen und PKWs gerettet, nachdem diese dort teils Stunden bei Temperaturen unter dem Nullpunkt zugebracht hätten, sagte eine Sprecher der Feuerwehr der Provinz Bozen. Umliegende Feuerwehren waren zur Versorgung der Menschen im Einsatz. „Die Lage ist akut“, zitiert Rai News den Landesverband der Freiwilligen Feuerwehren Südtirols. An einigen Auffahrten habe man LKW ohne Schneeketten gestoppt, um weiteres Chaos zu verhindert. Für Sonntag sind weitere Schneefälle vorhergesagt. Der Zivilschutz riet Touristen im Pustertal und anliegenden Tälern, geplante Abreisen zu verzögern. Vor der Abfahrt solle man sich bei der Verkehrsmeldezentrale über die aktuelle Lage informieren.

          Auch im Bahnverkehr gab es erhebliche Verzögerungen und Zugausfälle. Weil die Situation auf vielen Straßen „kritisch“ sei, konnten teilweise auch Schienenersatzbusse nicht fahren, so der Zivilschutz. Wegen anhaltender Lawinengefahr waren zudem die Brennerstaatsstraße SS12 und die Brennerstraße B182 zeitweise gesperrt.

          In Teilen von Mittel- und Süditalien bereitete statt Schnee starker Regen Probleme. An Flüssen in Emilia-Romagna wurde vor Hochwasser gewarnt. In Venedig lag der Wasserstand bei mehr als 110 Zentimetern. Auch in Rom regnete es am Samstag ohne Unterlass.

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