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Noch nicht gelöscht : Waldbrand auf Gran Canaria dauert an

Rauch über den Bergen von Gran Canaria: Es brennt seit dem Wochenende auf der kanarischen Insel. Bild: dpa

Der Brand auf Gran Canaria ist noch nicht unter Kontrolle. Das Feuer sei eingedämmt, nicht aber gelöscht, teilte der kanarische Regierungschef mit. Sorgen bereiten nahende Windböen, die den Brand wieder anfachen könnten.

          Nur langsam bekommt die spanische Feuerwehr den Waldbrand unter Kontrolle, der seit dem Wochenende auf Gran Canaria wütet. Das Feuer sei eingedämmt, aber noch nicht gelöscht, teilte der kanarische Regierungschef Ángel Víctor Torres am Montagmittag mit. Für die zweite Tageshälfte sind jedoch starke Windböen vorhergesagt, die die Brände wieder anfachen könnten. Am Wochenende hatte man mehrmals fälschlicherweise geglaubt, die Lage schon im Griff zu haben.

          Hans-Christian Rößler

          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.

          Mehr als tausend Anwohner mussten ihre Häuser schon verlassen und wurden vorsorglich in Gemeindezentren und anderen öffentlichen Einrichtungen in Sicherheit gebracht. Betroffen ist der Nordwesten, wo die Orte Artenara, Tejeda und Gáldar liegen. Bisher verbrannte eine Fläche von rund tausend Hektar. Knapp 600 Feuerwehrleute und Helfer sind im Einsatz. Unter ihnen sind auch 230 Soldaten. Auch Hubschrauber und ein Löschflugzeug bekämpfen die Flammen. Die Polizei nahm einen 55 Jahre alten Spanier fest. Er wird verdächtigt, in der Nähe von Las Peñas durch Schweißarbeiten im Buschland das Feuer leichtsinnig verursacht zu haben.

          In Spanien verbrannten in diesem Jahr bis Ende Juli schon mehr als 55.000 Hektar Land. Nach Angaben der Zeitung „El País“ liegt das laufende Jahr damit schon sechs Prozent über dem Halbjahresdurchschnitt des vergangenen Jahrzehnts. Wegen der großen Hitze und Trockenheit besteht in drei Vierteln des ganzen Landes nach Angaben des Wetterdienstes erhöhte Brandgefahr. Das Jahr 2018 war im Vergleich dazu feuchter und es gab weniger Brände.

          In der vergangenen Woche hatte es in der Sierra de Guadarrama nördlich von Madrid an zwei Stellen auf mehr als 600 Hektar gebrannt. Brandstiftung war hier die Ursache. Zuvor hatte Ende Juni in Katalonien unweit von Tarragona ein Großbrand gewütet. Da abgelegene Gebiete immer weniger landwirtschaftlich genutzt werden, können sich Brände in der entstehenden Wildnis schneller ausbreiten. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums konzentrierten sich die Brandschäden zu mehr als 45 Prozent auf Galicien, Asturien, Kantabrien, dem Baskenland im Nordwesten sowie auf die Provinzen Leon und Zamora in Kastilien.

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