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4000 leichte Erdstöße : Sorge vor Vulkanausbruch auf La Palma

  • Aktualisiert am

Cumbre Vieja: Aktiver Vulkan, der nie ganz erloschen ist Bild: dpa

Im Südwesten der Kanareninsel La Palma gilt die zweithöchste Alarmstufe. Die gut 30.000 Einwohner der Region sollen leichtes Gepäck vorbereiten und die aktuellen Warnhinweise genau verfolgen.

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          Nach mehr als 4000 leichten Erdstößen wächst auf der Kanareninsel La Palma die Sorge vor einem Vulkanausbruch. Die Behörden verhängten die zweithöchste von insgesamt drei Alarmstufen in der Umgebung der Vulkankette des Cumbre Vieja im Südwesten der Insel. Die gut 30.000 Einwohner der Region wurden aufgefordert, leichtes Gepäck vorzubereiten und die aktuellen Warnhinweise genau zu verfolgen.

          Die erhöhte Alarmstufe gilt für die Orte Fuencaliente, Los Llanos de Aridane, El Paso und Mazo, aber nicht für die Inselhauptstadt Santa Cruz de La Palma. Nach Einschätzung von Fachleuten gibt es bisher jedoch keine eindeutigen Anzeichen für einen bevorstehenden Ausbruch. Zunächst könnten die Beben intensiver werden, heißt es beim Nationalen Geographischen Institut.

          Das regionale Vulkaninstitut Involcan verweist darauf, dass es sich beim Cumbre Vieja um einen aktiven Vulkan handle, der nie ganz erloschen sei. In den vergangenen Jahren wurden die sogenannten seismischen Schwärme demnach in einer Tiefe von zwanzig Kilometern entdeckt, während die jüngsten Beben in einer Tiefe von nur acht bis zehn Kilometern verzeichnet wurden. Bis zu einer Eruption könnte es laut dem Institut aber noch Monate oder Jahre dauern.

          Der letzte größere Ausbruch auf La Palma  liegt fünfzig Jahre zurück. Im Oktober 1971 spuckte der Vulkan Teneguía mehr als drei Wochen lang Lava; zwei Menschen kamen damals ums Leben. Auf La Palma waren dann erst wieder vor vier Jahren seismische Aktivitäten zu beobachten.

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