https://www.faz.net/-gum-9rtjn

Oldtimer-Militärflugzeug : Sieben Tote nach Absturz eines Weltkriegsbombers in Amerika

  • Aktualisiert am

Eine dunkle Rauchsäule steigt über dem Flughafen von Hartford auf, nachdem ein Militärflugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg dort abgestürzt war. Bild: dpa

Im amerikanischen Bundesstaat Connecticut ist ein Militärflugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg beim Landeanflug in einen Hangar gestürzt. Die Flugsicherheitsbehörde untersucht den Vorfall.

          1 Min.

          Beim Absturz eines Oldtimer-Militärflugzeugs sind im amerikanischen Bundesstaat Connecticut mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Sieben weitere wurden teils schwer verletzt, wie Polizeivertreter James Rovella am Mittwochabend (Ortszeit) vor Journalisten erklärte.

          Die Besatzung des Boeing-B-17-Bombers hatte wenige Minuten nach dem Start vom Flughafen Bradley Probleme gemeldet und wollte wieder landen. Die Maschine krachte auf die Landebahn, schlitterte in eine Enteisungsanlage und fing Feuer.

          Kurz nach dem Unglück hatten die Behörden zunächst von 14 Verletzten gesprochen. An Bord der als „Fliegenden Festung“ bekannten historischen Maschine befanden sich zehn Passagiere und drei Besatzungsmitglieder. In der Enteisungsanlage wurde ein Flughafenmitarbeiter verletzt. Bilder vom Unglücksort zeigten das Wrack der B-17 und aufsteigenden Rauch. Die Feuerwehr war mit schwerem Löschgerät im Einsatz.

          Maschine flog keine Kampfeinsätze

          Der Flughafen hielt am Donnerstag eine Schweigeminute für die Opfer ab. Nach dem Unglück war er vorübergehend geschlossen worden. Ein Team der Flugsicherheitsbehörde NTSB war vor Ort, um die Ursache des Unglücks zu klären. Am Donnerstag sollten Flüge wie geplant stattfinden, erklärte der Airport auf Twitter. Reisende wurden aber aufgefordert, sich bei ihren Fluggesellschaften rückzuversichern.

          Ein Flughafenmitarbeiter, der sich in dem Hangar befand, wurde ebenfalls verletzt.

          Dem Flughafen zufolge gehörte die Unglücksmaschine der Collings-Stiftung, die sich unter anderem der Geschichte der Luftfahrt widmet und mehrere historische Flugzeuge betreibt. Die Webseite der Stiftung war zeitweise nicht erreichbar. Einer archivierte Version der Seite zufolge war die B-17 der Stiftung 1945 gebaut worden und flog damit im Zweiten Weltkrieg keine Kampfeinsätze mehr. 1952 wurde das Flugzeug vom Militär den Folgen dreier Atombombenexplosion ausgesetzt, Jahre später wurde das Flugzeug als Teil einer Schrottladung verkauft.

          Rund 20 Jahre diente die B-17 dann als Feuerwehrflugzeug, bevor sie 1986 von der Collings-Stiftung erworben und wieder als Weltkriegsbomber restauriert wurde. Seither konnten „Millionen, die sonst nie eine Fliegende Festung gesehen hätten, aus erster Hand das Flugzeug bezeugen, das vor 50 Jahren geholfen habe, die Weltgeschichte zu ändern“, hieß es auf der Webseite der Stiftung.

          Topmeldungen

          Wer mit seinem Vermieter redet, hat immerhin eine Chance, dass der die Miete von sich aus reduziert.

          Corona-Krise : Von wegen keine Miete zahlen!

          Viele Menschen in Deutschland glauben, sie müssten wegen des jüngst beschlossenen Corona-Hilfen-Gesetzes ihre Miete nicht zahlen. Das ist ein Fehler – und kann sehr teuer werden!

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.