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Diesel-Katastrophe in Sibirien : 330 Tonnen Kraftstoff beseitigt

  • Aktualisiert am

Das Satellitenbild zeigt ein Öl-Leck in der Nähe der sibirischen Stadt Norilsk, rund 21.000 Tonnen Diesel sind dadurch bereits in die Natur gelangt und unter anderem in den Fluss Ambarnaja geströmt. Bild: dpa

21.000 Tonnen ausgetretener Diesel-Kraftstoff verunreinigen nach einem Leck in einem Kraftwerk die Naturgebiete am Nordpolarmeer. Ein Bruchteil davon wurde nun von Spezialisten entfernt. Die Katastrophe hätte wohl verhindert werden können.

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          Russische Spezialisten haben nach dem Austreten riesiger Mengen Brennstoff bereits knapp 330 Tonnen Diesel aus den Naturgebieten am Nordpolarmeer beseitigt. Das meldete die Agentur Tass am Samstag unter Berufung auf die Einsatzleitung. 14.000 Quadratmeter des verunreinigten Bodens seien bearbeitet worden. Es gebe auch Fortschritte bei der Reinigung des stark betroffenen Flusses Ambarnaja und seiner Nebenarme. Ende Mai waren durch ein Leck in einem Tank in einem Kraftwerk nahe der Industriestadt Norilsk rund 21.000 Tonnen Diesel ausgetreten. Experten gehen davon aus, dass die Natur Jahre brauchen werde, um sich zu erholen.

          Nach ersten Ermittlungen wurde der Tank beschädigt, weil Stützen des Fundaments im Boden absackten. So seien am Tank Risse entstanden. Grund seien die überdurchschnittlich hohen Temperaturen in Sibirien, die seit Jahren den Permafrostboden auch in der Tiefe stärker zum Tauen bringen, hieß es. Das Kraftwerk gehört zu dem Unternehmen Nornickel (Norilsk Nickel), einer der weltgrößten Nickelproduzenten.

          „In Zeiten des globalen Klimawandels ist dieses Problem charakteristisch für die Arktische Zone“, teile die Umweltorganisation Greenpeace mit. Die Bauten in der Region in Sibirien würden zunehmend an Stabilität verlieren. Deshalb seien regelmäßige Kontrollen der Kraftwerke und genauere Sicherheitsüberprüfungen notwendig.

          Nach einem Bericht des russischen Wirtschaftsblatts „Wedomosti“ hätte so das Leck durchaus verhindert werden können. So habe es bereits vor Jahren Verhandlungen über die Installation eines speziellen Warnsystems gegeben, das das Auftreten von Rissen genau überwachen soll. Der Konzern bestätigte dies jedoch nicht.

          Inzwischen wurde der Kraftwerksleiter festgenommen und es wurden mehrere Ermittlungen eingeleitet. Die Konzernleitung von Nornickel betonte bei einer Besprechung mit Kremlchef Wladimir Putin, für alle Kosten aufkommen zu wollen.

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