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Schiffsunglück vor Südkorea : Kapitän der Fähre „Sewol“ wegen vorsätzlicher Tötung angeklagt

  • Aktualisiert am

Der Kapitän verlässt sein Schiff Bild: dpa

Nach dem Untergang der südkoreanischen Fähre „Sewol“ sind der Kapitän und drei weitere Besatzungsmitglieder wegen vorsätzlicher Tötung angeklagt worden. Ihnen könnte die Todesstrafe drohen.

          Einen Monat nach dem Untergang der südkoreanischen Fähre „Sewol“ sind der Kapitän und drei weitere Besatzungsmitglieder wegen vorsätzlicher Tötung angeklagt worden. Ihnen wird vorgeworfen, nichts für die Rettung der Passagiere getan zu haben, wie das Ermittlungsteam am Donnerstag mitteilte. Bei einer Verurteilung wegen Mordes könnte ihnen nach koreanischem Strafrecht auch eine lebenslange Haftstrafe oder gar die Todesstrafe drohen.

          Außerdem erhob die Staatsanwaltschaft gegen elf weitere leitende Crewmitglieder Anklage wegen des Vorwurfs der Fahrlässigkeit. Sie hätten die Passagiere auf dem sinkenden Schiff ebenfalls im Stich gelassen. Bei dem Unglück am 16. April kamen mindestens 284 Menschen ums Leben. Es gelten noch 20 der 476 Insassen als vermisst.

          Die „Sewol war am 16. April vor der Südwestküste Südkoreas gekentert. Die Mannschaftsleitung hatte sich unter den ersten Insassen befunden, die sich nach dem Kentern des Schiffs gerettet hatte. Nach einem Zwischenbericht der Ermittler war ein scharfer Kurswechsel die Hauptursache für das Kentern der Auto- und Personenfähre. Das Unglück wurde demnach von der Überladung des Schiffs mitverursacht.

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