https://www.faz.net/-gum-a29f4

Schottland : Drei Tote und mehrere Verletzte bei Zugunglück

  • Aktualisiert am

An der Unglücksstelle in der Nähe von Stonehaven steigt Rauch auf. Bild: dpa

Das Unglück ereignete sich am Mittwochvormittag nahe Stonehaven. Schottlands Regierungschefin sprach von einem „extrem ernsten Vorfall“. In der Gegend gab es in der Nacht Stürme und Überschwemmungen.

          1 Min.

          Bei einem Zugunglück in Schottland sind am Mittwoch mindestens drei Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen der Zugführer. Sechs weitere Personen seien mit Verletzungen in ein Krankenhaus gekommen, nachdem der Passierzug etwa 160 Kilometer nordöstlich von Edinburgh entgleist sei, teilte die britische Verkehrspolizei mit. Eine Unglücksursache wurde zunächst nicht genannt. Es hatte aber in der Gegend heftig geregnet und gestürmt, der Fluss Carron war nach Angaben eines örtlichen Abgeordneten über die Ufer getreten.

          Über der Unglücksstelle stieg am Mittwoch dichter dunkler Rauch auf; Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon sprach von einem „extrem ernsten Vorfall“, ihre Gedanken seien bei den Betroffenen. Ebenso äußerte sich der britische Premierminister Boris Johnson.

          Nach Angaben der britischen Verkehrspolizei wurden Einsatzkräfte um 9.43 Uhr (Ortszeit) zum Einsatz in der Nähe von Stonehaven gerufen. In der Nacht war es in der hügeligen Gegend zu Stürmen und Überschwemmungen gekommen.

          Stonehaven liegt auf der Strecke für Passagierzüge, die Aberdeen mit den Städten Edinburgh und Glasgow verbindet. Tödliche Zugunglücke ereignen sich in Großbritannien sehr selten. Die letzte Entgleisung eines Zuges mit Toten ereignete sich 2007. Der Chef der britischen Bahngesellschaft Network Rail brach wegen des Unglücks einen Familienurlaub vorzeitig ab und kehrte nach Großbritannien zurück.

          Topmeldungen

          Zurück zur Pandemie : So will Biden gegen Trump punkten

          Ginsburgs Tod gibt Trump Auftrieb. Denn in Amerika reimt sich Supreme Court auf Kulturkampf, und den facht der Präsident gern an. Der Demokrat Biden aber glaubt zu wissen, wie er wieder in die Offensive kommt.
          Notgedrungen stillgestanden: Lufthansa-Maschinen parken am Münchener Flughafen.

          Zukunft der Lufthansa : Bittere Corona-Logik

          Die Lufthansa steckt noch immer mitten im Überlebenskampf. Die Milliarden-Finanzspritze des Bundes bedeutet lediglich einen zeitlichen Aufschub.
          Noch ist der Baggersee in Neuenburg von Wald eingerahmt. Doch die Bäume sollen weichen.

          Naturschutz : Hinterm Baggersee geht’s weiter

          Wer in Deutschland Natur in Bauland umwandelt, muss zum Ausgleich Flächen bepflanzen. Doch was eigentlich dem Naturschutz dienen soll, fördert oft die Bauindustrie. Geltendes Recht wird gebeugt – oder gleich ganz ignoriert.
          Versuch gescheitert: Salvini konnte die „rote Festung“ nicht schleifen.

          Regionalwahlen in Italien : Wähler stärken Italiens Linkskoalition

          Die Regionalwahlen in Italien stabilisieren die Regierung um Giuseppe Conte. Eine persönliche Niederlage erlebt der frühere Innenminister Matteo Salvini. Denn im rechten Lager triumphiert die Konkurrenz.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.