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16 Tote : Schlafende Wanderarbeiter in Indien von Zug überrollt

  • Aktualisiert am

Polizeibeamte laufen an den Schienen entlang, an denen sich das Unglück ereignete. Bild: AFP

Weil sie wegen der Ausgangsbeschränkungen ihren Job im Stahlwerk verloren hatten, machten sich 20 indische Wanderarbeiter zu Fuß auf dem Weg in ihre Heimatdörfer. Als sie auf den Gleisen einschliefen, erfasste sie der Zug.

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          In Indien haben 20 Wanderarbeiter auf Zugschienen geschlafen und sind von einem Güterzug überfahren worden. Mindestens 16 von ihnen starben, einer wurde in ein Krankenhaus gebracht, wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte. „Wahrscheinlich dachten sie, dass während der Ausgangssperre überhaupt keine Züge fahren“, sagte er. Zurzeit fahren in Indien lediglich keine regulären Passagierzüge.

          Der Unfall passierte rund 390 Kilometer von der Millionenmetropole Mumbai entfernt. Die Männer seien an den Schienen entlang gelaufen, sagte der Sprecher. Wegen der Ausgangssperre hatten Hunderttausende Wanderarbeiter ihre Arbeit in den Großstädten verloren. Viele hatten Angst, dort zu verhungern. Daher liefen viele zu Fuß nach Hause aufs Land. Zudem hatte die indische Regierung die Vorschriften gelockert, die den Wanderarbeitern zuvor untersagt hatte, von Bundesstaat zu Bundesstaat zu ziehen. Auch deshalb seien derzeit mehr Wanderarbeiter unterwegs als zuvor.

          Nach Angaben der „New York Times“ ereignete sich der Unfall am Freitagmorgen gegen 5 Uhr nahe der Stadt Aurangabad. Das Eisenbahnministerium teilte mit, der Lokführer habe die Menschen vor dem Unfall noch auf den Gleisen gesehen und versucht anzuhalten, dazu sei es aber zu spät gewesen.

          Bei den getöteten Arbeitern handelte es sich demnach um entlassene Stahlarbeiter, die auf dem Weg in ihre Heimatdörfer waren, nachdem sie ihren Job im städtischen Stahlwerk verloren hatten. Indiens Premierminister, Narendra Modi, schrieb nach dem Unglück auf Twitter, er sei „schmerzlich besorgt“ über den Vorfall in Aurangabad. Zudem versicherte er, es werde jede erforderliche Unterstützung geleistet.

          Das Unglück ereignete sich nur wenige Tage nach einem schweren Chemie-Unfall. Dabei waren mindestens 13 Menschen gestorben und mehr als 1000 Verletzte gezählt, nachdem es in der Fabrik von LG Polymers in Visakhapatnam Styrol ausgetreten war.

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