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Rettung nach Schiffsunglück : Matrosen aus gekentertem Frachter gerettet

  • Aktualisiert am

Rettungskräfte in der Nähe des Hecks der „Golden Ray“, das mit der Schlagseite im Meer liegt. Bild: dpa

Nach einem Schiffsunglück vor der amerikanischen Südostküste sind zunächst vier der Besatzungsmitglieder an Bord eingeschlossen. Mittlerweile konnten Retter die Seeleute bergen – durch Bohrungen am Schiffsrumpf.

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          Mehr als 30 Stunden nach einem Schiffsunglück vor der Südostküste der Vereinigten Staaten hat die Küstenwache am Montagabend die letzten Besatzungsmitglieder gerettet. Bei einem aufsehenerregenden Einsatz, bei dem Löcher in den Rumpf gebohrt wurden und ein Hubschrauber auf der Seite des gekenterten Frachters landete, befreiten die Rettungskräfte weitere vier Matrosen. Drei südkoreanische Besatzungsmitglieder wurden durch die Bohröffnungen aus dem Schiff gezogen. Wie der vierte befreit wurde, der hinter einer Glasscheibe im Maschinenraum eingeklemmt war, 

          Die Küstenwache veröffentlichte außerdem ein Video auf Twitter, das zeigte, wie der letzte Seemann aus einem in den Rumpf des Tankers gebohrten Loch geborgen wurde. Mitglieder der Rettungsmannschaft brachen in Applaus aus. Der zuständige Kommandeur der Küstenwache vor Ort, Kapitän John Reed, dankte seinem Team für „den besten Tag meiner Karriere“. Der Präsident der Vereinigten Staaten Donald Trump bescheinigte der Küstenwache, einen „großartigen Job“ gemacht zu haben.

          Die etwa 200 Meter lange „Golden Ray“ war am Sonntagmorgen kurz nach dem Auslaufen aus dem Hafen der Stadt Brunswick im Bundesstaat Georgia in Schieflage geraten. Aus bislang ungeklärter Ursache drehte sich der Frachter, der unter der Flagge der Marshallinseln fährt, auf die Seite. Nach einem Notruf rettete die Küstenwache 23 asiatische Mannschaftsmitglieder und einen amerikanischen Lotsen, bevor ein Feuer ausbrach. Daraufhin brach die Küstenwache wegen der Flammen und des Rauchs den Einsatz vorübergehend ab. Am Montagabend setzte sie die Rettungsversuche fort.

          Wie die Küstenwache mitteilte, wurden in den Gewässern vor Brunswick vorerst keine Schadstoffe entdeckt. Die „Golden Ray“ hatte einige Tausend Autos an Bord, die sie von Georgia nach Baltimore im Bundesstaat Maryland bringen sollte. Eigner der 2017 gebauten „Golden Ray“ ist das südkoreanische Logistikunternehmen Hyundai Glovis. Sie fuhr unter der Flagge der Marshallinseln.

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