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Neuer Starkregen in Belgien : „Es war kurz, aber sehr heftig“

In Pepinster: Überreste eines zerstörten Hauses am Ufer des Weserbachs Bild: dpa

In Belgien richteten neue Unwetter schwere Schäden an. Besonders betroffen war die südliche Provinz Namur. In den deutschen Hochwassergebieten beruhigte sich die Lage indes.

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          Belgien hat nach neuerlichen Unwettern Schäden erlitten. Eineinhalb Wochen nach den Überschwemmungen mit drei Dutzend Todesopfern wurden Autos weggerissen und Menschen in Sicherheit gebracht, jenseits des Sachschadens aber keine Opfer gemeldet. Diesmal traf es besonders die südliche Provinz Namur; in der gleichnamigen Provinzhauptstadt gab es einen Erdrutsch, der eine Mauer zum Einsturz brachte. Häuser wurden evakuiert. Laut Bürgermeister Maxime Prévot war die Situation gravierender als vor gut einer Woche. „Es gibt auch Wasserschaden am Krankenhaus“, zitierte ihn der Sender VRT. „Aber bisher wissen wir von keinen Toten oder Verletzten.“

          Klaus Max Smolka
          Redakteur in der Wirtschaft.

          In Dinant verwandelten sich Straßen zeitweise in strudelnde Flüsse, stellenweise brach der Asphalt weg. „Es war kurz, aber sehr heftig“, sagte Bürgermeister Axel Tixhon. Vom Wasser mitgerissene Fahrzeuge blockierten einen Bahnübergang, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete. Der Bahnverkehr sei wegen des Hochwassers Mitte Juli aber bereits eingestellt gewesen. Neben Namur und Dinant wurden weitere Städte und Dörfer getroffen, unter anderem in der Region südlich von Brüssel. In der Provinz Antwerpen im Norden des Landes rückte den Angaben zufolge die Feuerwehr aus, weil Wasser in Häuser strömte.

          Belgien war vor eineinhalb Wochen nach tagelangem Starkregen ähnlich wie der Westen Deutschlands von Hochwasser getroffen worden, besonders die Provinz Lüttich. 36 Menschen starben nach jüngsten Angaben, mehrere werden noch vermisst. Die Regierung hatte daher einen nationalen Tag der Trauer ausgerufen. In den Niederlanden erfasste die erste Unwetter-Periode Städte und Dörfer in der Provinz Limburg – namentlich an der Maas, wie in Belgien, außerdem am Nebenfluss Geul, wo die bei Touristen beliebte Stadt Valkenburg schwere Schäden meldete.

          In den deutschen Hochwassergebieten blieb es am Wochenende unterdessen entgegen vorherigen Befürchtungen nahezu trocken. Nach einigen Niederschlägen am Samstagnachmittag habe es in der Nacht in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen kaum noch geregnet, sagte eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes am Sonntag. Sie betonte aber, dass in der jetzigen Situation schon kleine Mengen Niederschlag zum Problem werden könnten, da Abflüsse verstopft und die Kanalisationen beschädigt sind. Schwere Gewitter gab es im Süden Deutschlands, dort regnete es, vor allem südlich der Donau, teils auch heftig. In Stuttgart führten die Regenfälle zu Überschwemmungen in der Innenstadt. Im Kreis Heilbronn liefen Keller voll, und Straßen wurden überflutet.

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