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Sardinien : Tote nach Unwetter

  • Aktualisiert am

Auch die Straßen des Städtchens Uras stehen unter Wasser. Bild: AP

Starke Regenfälle haben auf Sardinien Flüsse in reißende Fluten verwandelt. Straßen wurden unpassierbar, Brücken stürzten ein. Medien berichten von bis zu 17 Toten.

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          Die Zahl der Toten nach den schweren Unwettern auf Sardinien ist weiter gestiegen. Medien berichteten von bis zu 17 Toten. Der Chef des italienischen Zivilschutzes, Franco Gabrielli, sprach am Dienstagmorgen im Fernsehsender Rai News von 16 Opfern. Jedoch seien noch Orte von der Außenwelt abgeschnitten, wo die Lage unklar sei.

          Die Schlechtwetterfront „Cleopatra“ hatte sintflutartige Regenfälle gebracht und Flüsse über die Ufer treten lassen. Orte wurden von der Außenwelt abgeschnitten. Züge konnten nicht weiterfahren. Flüge und Fähren waren verspätet. Teilweise fiel der Strom aus. Rettungskräfte waren die ganze Nacht im Einsatz.

          Wie die Nachrichtenagentur Ansa am Dienstagmorgen berichtete, wurden in dem schwer betroffenen Ort Torpè drei Leichen entdeckt. Nach früheren Berichten, starben unter anderem ein Mann, seine Frau und die Schwiegermutter beim Einsturz einer Brücke. Unter den Opfern waren nach verschiedenen Medienberichten auch ein Polizeibeamter und zwei Frauen im Alter von 64 und 90 Jahren.

          Ums Leben kam auch eine aus Brasilien stammende Familie, deren Wohnung im Kellergeschoss liegt. Die Eltern und ihre zwei Kinder wurden nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa tot in ihrer Wohnung aufgefunden, sie ertranken in den Fluten.

          Ein Tunnel bei Nuoro

          Ein großer Teil der rund 55.000 Einwohner zählenden Stadt Olbia stand nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa unter Wasser. Der Präsident der Region Sardinien, Ugo Cappellacci, sprach von einem „Jahrtausendhochwasser“. Auf der Insel herrschten chaotische Zustände. Der Sender Rai News zeigte Bilder von überfluteten Straßen und Flüssen, die sich in reißende Fluten verwandelten.

          Der Chef des italienischen Zivilschutzes, Franco Gabrielli, telefonierte wegen der schwierigen Situation mit Premierminister Enrico Letta. Auch am Dienstag soll „Cleopatra“ weiter Regen bringen.

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