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Verletzte Fußballfans : Erste Sanktionen für Verantwortliche des Rolltreppenunglücks in Rom

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Nach dem folgenschweren Rolltreppen-Unglück in Rom tragen Rettungskräfte eine verletzte Person in einen Krankenwagen. Bild: dpa

Bei einem schweren Rolltreppenunglück in Rom wurden im vergangenen Oktober 24 Menschen verletzt. Fast ein Jahr nach dem Unglück in einer U-Bahnstation folgen nun erste Konsequenzen.

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          Das schwere Rolltreppenunglück in einer U-Bahnstation in Rom mit 24 Verletzten im vergangenen Oktober hat erste personelle Konsequenzen. Drei Angestellte der öffentlichen Verkehrsgesellschaft Atac wurden für ein Jahr vom Dienst suspendiert, wie das römische Polizeipräsidium am Donnerstag mitteilte. Einem Geschäftsführer bei der U-Bahn-Gesellschaft wurde vorläufig untersagt, unternehmerische Aufgaben und Führungsfunktionen wahrzunehmen. Gegen elf weitere Personen werde ermittelt. Die Vorwürfe lauteten auf Betrug bei öffentlichen Lieferungen und auf Körperverletzung.

          Am 23. Oktober 2018 war die voll besetzte Rolltreppe in der zentralen U-Bahnstation Repubblica plötzlich in die Tiefe gerauscht. Die meisten der Verletzten waren russische Fußballfans, die zum Champions-League-Spiel AS Rom gegen ZSKA Moskau in die italienische Hauptstadt gereist waren. Die U-Bahn-Station war danach 246 Tage geschlossen und wurde erst am 26. Juni wieder geöffnet.

          Der öffentliche Nahverkehr in Rom leidet seit langem unter chronischem Mismanagement. Bei den aktuellen Ermittlungen ging es auch um die Zwangsschließung einer weiteren U-Bahnstation nach dem Unglück. Die Nachrichtenagentur Ansa zitierte aus dem Bericht eines Untersuchungsrichters, wonach die Zustände in der römischen U-Bahn nach wie vor besorgniserregend seien.

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