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Sandsturm auf den Kanaren : Gran Canaria hat jetzt die schlechteste Luftqualität der Welt

Undurchsichtig: Durch den Sandsturm wurden nicht nur die Karnevalsfeiern beeinträchtigt, so wie hier im Bild auf Santa Cruz de Tenerife. Bild: dpa

Nach dem verheerenden Sandsturm vom Wochenende kämpfen die Kanarischen Inseln mit den Folgen von Waldbränden, Luftverschmutzung und dem Verkehrschaos. Es gilt noch immer die höchste Warnstufe.

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          Der schwere Sandsturm über den Kanarischen Inseln zieht zwar langsam ab. Doch der heiße Wind aus der Wüste trug dazu bei, dass auf den Kanaren auch noch am Montag die höchste Luftverschmutzung auf der Welt gemessen wurde, wie die Onlineausgabe der spanischen Zeitung „ABC“ berichtete: Laut „World Air Quality“ sei die Luft derzeit in Las Palmas de Gran Canaria vier Mal schlechter als in Peking, dem globalen Spitzenreiter.

          Hans-Christian Rößler

          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.

          Der Sturm verhinderte auch, dass im Südwesten Gran Canarias ein Waldbrand gelöscht werden konnte, der sich auf einer Fläche von mehr als 300 Hektar ausgebreitet hatte. Die lokalen Behörden baten das Militär um Unterstützung. Im Lauf des Montags sollte Calima, wie die Wetterlage mit starkem Ostwind genannt wird, abflauen. Aber erst am Donnerstag soll sie ganz vorüber sein.

          Auf Lanzarote, Fuerteventura und im Norden von Teneriffa galt wegen des starken Winds, der am Wochenende Geschwindigkeiten von mehr als 120 Kilometern in der Stunde erreicht hatte, weiter eine erhöhte Alarmstufe. Zu einem schnelleren Ende könnte am Montag „roter Regen“ beitragen, der die rötlichen Sandpartikel aus der Luft wäscht. Es sei der schlimmste Calima seit 40 Jahren, sagte der kanarische Regionalpräsident Ángel Víctor Torres. Der Klimawandel sei Wirklichkeit geworden.

          Am Montag blieben Schulen und Universitäten geschlossen, während die Flughäfen wieder öffneten. Mehr als 4000 Passagiere mussten nach Angaben von Presseberichten die Nacht in Flughäfen verbringen. Am Wochenende war der Flug- und Fährverkehr zeitweise zum Erliegen gekommen. Angeblich waren mehr als 820 Flüge mit bis zu 14000 Passagieren betroffen. Am Montag waren sämtliche Flughäfen wieder in Betrieb, wenn auch teilweise nicht mit voller Kapazität.

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