https://www.faz.net/-gum-72zr2

Sachsen-Anhalt : Drei Arbeiter kommen in Stickstoffwerk ums Leben

  • Aktualisiert am

Drei Arbeiter sind bei Reparaturarbeiten in einem Stickstoffwerk in Wittenberg ums Leben gekommen. Kollegen entdeckten die Männer leblos auf einem Gerüst an einem Schornstein. Woran sie gestorben sind, ist noch völlig unklar.

          1 Min.

          Bei einem Arbeitsunfall im Stickstoffwerk Piesteritz in Wittenberg in Sachsen-Anhalt sind am Mittwochabend drei Männer ums Leben gekommen. Die Mitarbeiter einer Instandhaltungsfirma waren bei der derzeit laufenden Generalreparatur eingesetzt, wie ein Unternehmenssprecher am Donnerstag mitteilte. Laut Polizei handelte es sich um drei Männer im Alter von 43, 47 und 52 Jahren. Sie stammten alle aus dem Landkreis Wittenberg und gehörten zu einer Fremdfirma, die auf dem Betriebsgelände unter anderem Sandstrahlarbeiten ausführte.

          Laut Polizei und Staatsanwaltschaft sollten die drei Männer am Mittwoch mit Sandstrahlarbeiten an einem 42 Meter hohen Schornstein beginnen, der außer Betrieb ist. Nachdem die Männer nach etwa 20 Minuten noch immer nicht mit der Arbeit begonnen hatten, kletterte ein anderer Arbeiter über Leitern noch oben und fand seine drei Kollegen leblos vor. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Der sofort herbeigerufene Notarzt konnte nur noch den Tod der Arbeiter feststellen.

          Zur Todesursache konnten die Ermittler zunächst noch keine Angaben machen. Noch am Donnerstag sollten die Leichen der Verunglückten obduziert werden. Die Polizei hat den Unfallort weiträumig abgesperrt. Polizei und Staatsanwaltschaft leiteten Ermittlungen ein.

          Die Stickstoffwerke Piesteritz sind nach eigenen Angaben der größte Harnstoff- und Ammoniakproduzent in Deutschland und stellt Produkte für die Agro- und Industriechemie her.

          Topmeldungen

          Milliardenhilfe : Gegenwind für die Lufthansa-Rettung

          Nach langen Verhandlungen einigen sich Bundesregierung und Lufthansa auf ein Rettungspaket aus Steuergeldern. Brüssel sagen die Pläne aber nicht zu. Kanzlerin Merkel will kämpfen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.