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Russland : Sterblichkeit in Moskau durch Smog verdoppelt

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Noch immer wüten die Waldbrände in Russland Bild: dpa

Die Waldbrände in Russland lodern seit Tagen mit großer Stärke - nun drohen sie eine Atomanlage im Ural zu erreichen. Dort sei das Feuer unter Kontrolle, teilten die Behörden mit. Die Sterblichkeit in der Stadt Moskau hat sich derweil durch den Smog fast verdoppelt.

          Nach Angaben der Gesundheitsbehörden der Stadt Moskau hat sich angesichts des starken Smogs durch die Wald- und Torfbrände in der Umgebung und der Hitze die Sterblichkeit in der russischen Hauptstadt in den vergangenen Tagen fast verdoppelt. Nach Angaben des Leiters der Behörde sterben in Moskau normalerweise etwa 360 Menschen am Tag, in den vergangenen Tagen aber habe es je etwa 700 Todesfälle gegeben. Unterdessen hat sich die Luftqualität in Moskau nach Angaben der offiziösen Nachrichtenagentur Ria-Nowosti am Montag im Laufe des Tages verbessert.

          Die Konzentration von schädlichen Gasen wie Kohlenmonoxid, die am Morgen und Mittag noch um ein Mehrfaches über den Grenzwerten gelegen habe, sei wieder im Normbereich. Katastrophenschutzminister Sergej Schojgu gab am Montagabend an, die Einsatzkräfte hätten dank des Einsatzes neuer Technologien bei der Bekämpfung der Brände große Fortschritte gemacht. So sei die Fläche der Torfbrände halbiert worden; am Montagmorgen war allerdings noch berichtet worden, die Zahl der Brandherde im Moskauer Umland habe sich verdreifacht.

          Waldbrand nahe des Atomforschungszentrums Sneschinsk noch nicht gelöscht

          Präsident Medwedjew besuchte am Montag die Teilrepublik Marij El, die zu den sieben Gebieten gehört, über die er den Ausnahmezustand verhängt hatte. Er kündigte an, dass alle Verantwortlichen in den Forstbehörden entlassen würden, die trotz der Brände im Urlaub geblieben seien. Der Waldbrand in der Nähe des Atomforschungszentrums Sneschinsk im Ural war am Montag noch nicht gelöscht; er sei aber unter Kontrolle, hieß es in offiziellen Mitteilungen.

          Die Behörden der Stadt Osjorsk, auf deren Gebiet sich die Wiederaufbereitungsanlage Majak befindet, verboten den Bürgern, in den Wald zu gehen. Ein Ausnahmezustand wurde dort, wie zunächst berichtet, nicht ausgerufen. Alle Unternehmen der Stadt wurden angesichts der Waldbrandgefahr angewiesen, ihre Maßnahmen zur Brandverhütung zu intensivieren.

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