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Studie zur Artenvielfalt : Rund ein Drittel der Baumarten ist vom Aussterben bedroht

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Verwüstete Natur: Waldrodungen des Regenwalds in Brasilien im August 2019 Bild: Araquém Alcântara

Die Rodung von Waldflächen und die industrielle Holzgewinnung bedrohen den Fortbestand vieler Baumarten. Besonders gefährdet sind Brasilien und die tropischen Regionen Afrikas.

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          Rund ein Drittel aller Baumarten weltweit sind vom Aussterben bedroht. Ein am Mittwoch veröffentlichter Bericht warnt, dass vor allem die Rodung von Waldflächen für die Landwirtschaft sowie die Holzgewinnung den Fortbestand vieler Baumarten bedrohen. Auch der Klimawandel hat demnach „deutlich messbare Auswirkungen“. Zu den am stärksten bedrohten Arten gehören demnach Magnolien. Auch Eichen und Ahornbäume werden als gefährdet eingestuft.

          Der Bericht wurde von einem internationalen Zusammenschluss botanischer Gärten (Botanic Gardens Conservation International) und Fachleuten der Weltnaturschutzunion (IUCN) vorgelegt. Die IUCN berät ab Freitag bei einer Konferenz im südfranzösischen Marseille über den Schutz von Tier- und Pflanzenarten.

          Die Studie untersuchte die Bedrohungslage für 58.497 Baumarten weltweit und stellte fest, dass 30 Prozent vom Aussterben bedroht sind. Weitere sieben Prozent werden als „möglicherweise bedroht“ eingestuft. Für 21 Prozent der Arten lagen nicht genügend Daten für eine Bewertung vor. Etwas mehr als 40 Prozent wurden als „nicht gefährdet“ eingestuft.

          Tropischen Regionen Afrikas sind besonders bedroht

          Etwa 142 Baumarten wurden von den Experten als bereits ausgestorben eingestuft, und von mehr als 440 Baumarten gibt es weniger als 50 Exemplare in der freien Natur.

          Brasilien, das einen Großteil des Amazonas-Regenwaldes beherbergt, hat dem Bericht zufolge die meisten Baumarten (8847) - aber auch die meisten bedrohten Arten (1788), was auf die intensive Landwirtschaft dort zurückzuführen ist. Der höchste Anteil an bedrohten Arten findet sich jedoch in den tropischen Regionen Afrikas, insbesondere auf den Inseln Madagaskar und Mauritius, wo 59 Prozent beziehungsweise 57 Prozent aller Baumarten gefährdet sind.

          Jean-Christophe Vie, Generaldirektor der auf Naturschutz spezialisierten Schweizer Stiftung Franklinia, bezeichnete es in einem Vorwort zum Bericht als „schockierend“, dass die Abholzung großer Waldgebiete weitergeht, obwohl Bäume eine wichtige Rolle in der Natur spielen, da sie Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten bieten, CO2 absorbieren und Inhaltsstoffe für Medikamente liefern.

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