https://www.faz.net/-gum-8bw54

Riesenwellen : Toter und Verletzte auf Bohrinsel in der Nordsee

  • Aktualisiert am

Eine Bohrplattform im „Troll“-Gasfeld vor der norwegischen Küste (Archivbild) Bild: AP

Haushoch waren die Wellen, die auf die Plattform vor Norwegens Küste schlugen. Die Besatzung musste per Seil zum Hubschrauber gezogen werden.

          1 Min.

          Vor der norwegischen Küste hat eine gewaltige Welle eine Bohrplattform im Gasfeld „Troll“ getroffen. Dabei seien ein Mensch getötet und zwei weitere verletzt worden, teilte am Mittwochabend der Konzern Statoil mit, der das größte Gasfeld Norwegens betreibt. Die Plattform „Innovator“ gehört der chinesischen Firma China Oilfield Services (COSL).

          Die Polizei habe beiden Unternehmen am Nachmittag bestätigt, dass ein Mensch bei dem Unglück ums Leben gekommen sei, hieß es in der Statoil-Mitteilung. Die beiden Verletzten würden an Land medizinisch behandelt. Die Nationalität der Opfer ist bislang nicht klar.

          Hubschrauber konnte nicht landen

          Die See sei während des Unglücks sehr rau gewesen, sagte eine Sprecherin der norwegischen Aufsichtsbehörde. Die Wellen seien bis zu 14 Meter hoch gewesen. Der Wind habe eine Geschwindigkeit von 25 bis 30 Metern pro Sekunde erreicht. Deshalb habe ein Hubschrauber, der Besatzungsmitglieder von der Plattform bringen sollte, nicht landen können. Die Menschen hätten mit dem Seil hochgezogen werden müssen.

          Die Bohrplattform sei nun auf dem Weg zur norwegischen Küste und werde dort voraussichtlich im Laufe des Donnerstags ankommen, sagte der Chef der norwegischen COSL-Tochter. Etwa die Hälfte der gut 100 Besatzungsmitglieder mussten die „Innovator“ verlassen, weil ihre Unterkunft in dem Sturm beschädigt wurde.

          Neue App Der TAG jetzt auch auf Android
          Neue App Der TAG jetzt auch auf Android

          Das neue Angebot für den klugen Überblick: Die wichtigsten Nachrichten und Kommentare der letzten 24 Stunden – aus der Redaktion der F.A.Z. – bereits über 100.000 mal heruntergeladen.

          Mehr erfahren

          Topmeldungen

          Ein Forscher des Australian Institute of Marine Science vermisst am Clerke Reef Korallenschäden.

          Wende in der Klimakrise? : Noch ist nichts verloren

          Der Klimaforscher Mojib Latif glaubt an die Wende in der Klimakrise – gerade nach dem Corona-Schock. In seinem neuen Buch „Heißzeit“ erklärt er, was auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zukommt.
          Bewohner des dicht besiedelten Viertels Hillbrow in Johannesburg, Südafrika

          Bevölkerungswachstum : Afrikas demographisches Dilemma

          Bis zum Ende des Jahrhunderts leben elf Milliarden Menschen auf der Erde. Vor allem in Afrika steigt die Zahl. Was bedeutet das für den Kontinent und seinen Nachbarn Europa – auch im Hinblick auf das Coronavirus?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.