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Rekordfrost in Amerika : Die lebensgefährliche Kälte hält an

  • Aktualisiert am

Feuerwehrleute löschen während einer Kältewelle einen Brand in einem Wohnhaus. Das Löschwasser sorgt für die Entstehung von bizarren Eiszapfen. Bild: dpa

Frost und Wind machen Millionen von Amerikanern derzeit zu schaffen. Bereits 21 Menschen sind in Folge der niedrigen Temperaturen ums Leben kommen. Zudem fallen zahlreiche Flüge fallen aus.

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          Die seit Tagen anhaltende Kältewelle in den Vereinigten Staaten will noch nicht weichen: Der National Weather Service sagt für den Mittleren Westen und den Norden von Amerika weiterhin lebensgefährliche Kälte voraus. Anhaltender Frost verbunden mit teils auffrischendem Wind führe zu Bedingungen, die anfälligen Menschen Probleme bereiten könnten. Am Donnerstag waren stellenweise Temperaturen von deutlich unter minus 30 Grad Celsius gemessen worden. Landesweit seien bisher mindestens 21 Menschen der Kälte zum Opfer, berichtete die „New York Times“.

          Behörden machten demnach die extremen Temperaturen unter anderem für den Tod eines 18 Jahre alten Studenten in Iowa verantwortlich. Er war bewusstlos auf dem Campusgelände gefunden worden und später im Krankenhaus gestorben. Einige der 21 Todesopfer waren erfroren, andere starben bei wetterbedingten Unfällen, hieß es. Viele Fälle würden noch untersucht, um die genaue Todesursache zu klären. Die Behörden gingen aber in davon aus, dass das Wetter eine Rolle gespielt habe.

          In der stark von der Kältewelle betroffenen Millionenmetropole Chicago ließ der Frost etwas nach, auch wenn Freitag und Samstag noch immer sehr kalt bleiben sollen. Dann hoffen die Einwohner auf Plusgrade. In Chicago alleine wurden über 60 Wärmestuben für Wohnungslose eingerichtet. Auch alle Polizeidienststellen dienen als Möglichkeit für Menschen, sich aufzuwärmen.

          Chicago, schockgefrostet, sieht aus der Ferne malerisch aus

          Die Kältewelle führte zum Teil zu skurrilen Begebenheiten. In vielen Orten wurden die Lieferketten unterbrochen. Gastwirte wurden nicht mehr mit Bier beliefert, aus Angst, der Gerstensaft könnte einfrieren. In den Bergen der Rocky Mountains fielen am Donnerstag stellenweise noch einmal bis zu 50 Zentimeter Schnee.

          Viele Flüge gestrichen, Postdienst stellt die Arbeit ein

          Die Kälte führte vereinzelt zu Stromausfällen. In vielen Bundesstaaten blieben Schulen und manche Universitäten geschlossen. Die Flughäfen kamen teils mit dem Enteisen der Maschinen nicht nach. Laut Webseite „Flightaware“ wurden bis zum Donnerstagvormittag rund 2000 Flüge gestrichen und rund 900 verspäteten sich, Medien berichteten von bis zu 4800 gestrichenen Flügen.

          Bei Temperaturen bis zu minus 10 Grad  und eiskaltem Wind in Brooklyn, New York, gelten besondere Bekleidungsregeln.

          Angesichts des Frosts müssen selbst die wettergeprüften Zusteller des amerikanischen Postdienstes vielerorts kapitulieren. Der USPS teilte mit, der Dienst werde in Iowa, Minnesota sowie in Teilen von Wisconsin und Illinois eingestellt.

          Verantwortlich für die „arktische Kälte“ ist der sogenannte Polarwirbel. Diese Luftströmung ist nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) eigentlich gar nicht ungewöhnlich. Denn der Wirbel entsteht regelmäßig am Pol, wenn im Winter keine Sonne durch die arktische Dauernacht dringt, die die angesammelte Kaltluft wärmen könnte. Das dabei entstehende sogenannte Höhentief kann auf der Nordhalbkugel kräftige westliche Winde erzeugen.

          Doch während der Polarwirbel normalerweise stabil mit seinem Zentrum über der Arktis bleibt, hat er sich nun ungewöhnlich weit nach Süden ausgebreitet. Dazu tragen nach Angaben von DWD-Sprecher Gerhard Lux auch die besonderen geografischen Gegebenheiten Nordamerikas bei: Die von Norden nach Süden verlaufenden Rocky Mountains bilden immer wieder eine Art Leitplanke.

          Für Menschen auf der Straße wird die Kälte lebensbedrohlich

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