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Vermisstes Flugzeug : Polizei: Rätsel um MH370 könnte nie gelöst werden

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Das britische U-Boot HMS Tireless soll die Suche nach dem verschollenen Flugzeug unterstützen. (Archivfoto von 2004) Bild: dpa

Dreieinhalb Wochen nach dem Verschwinden der MH370 glaubt der malaysische Polizeichef kaum noch an eine Auflösung des Rätsels. Ein britisches U-Boot soll nun die Suche nach dem Flugzeug voranbringen.

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          Das Rätsel um den verschollenen Flug MH370 von Malaysia Airlines könnte nach Einschätzung der malaysischen Polizei womöglich nie gelöst werden. „Geben Sie uns
          mehr Zeit“, sagte Polizeichef Khalid Abu Bakar am Mittwoch vor Reportern in Kuala Lumpur, wie die Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires meldete. „Es könnte sogar sein, dass wir die wahre Ursache des Vorfalls nie erfahren.“

          Die Ermittlungen liefen weiter, sagte der Polizeichef. Bislang gebe es mehr als 170 Aussagen. „Es gibt aber noch mehr Menschen, die wir befragen müssen“, fügte er hinzu.

          Am Mittwoch wollten sich in Honolulu im amerikanischen Bundesstaat Hawaii die Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten und der Südostasiatischen Staatengemeinschaft (ASEAN) zu zweitägigen Gesprächen über einen besseren Umgang mit Naturkatastrophen und die Zusammenarbeit bei humanitären Einsätzen treffen. Dabei sollte es auch um Lehren aus dem Desaster um MH370 gehen.

          Keine zu hohen Erwartungen

          Dreieinhalb Wochen nach dem rätselhaften Verschwinden von Flug MH370 von Malaysia Airlines ist nun am Mittwoch auch ein britisches U-Boot im Indischen Ozean eingetroffen, um bei der Suche nach Wrackteilen zu helfen. Nachdem bislang nur Schiffe, Flugzeuge und Hubschrauber zum Einsatz kamen, hoffen die australischen Behörden, von denen die Suche koordiniert wird, nun auf Fortschritte. Sie warnen aber zugleich vor zu großen Erwartungen. Am Dienstagabend gaben sie zuletzt an, weiterhin keine Spur von dem Flugzeug entdeckt zu haben.

          Malaysia : Behörden korrigieren den letzten Funkspruch von MH370

          Die malaysische Maschine mit 239 Menschen an Bord war am 8. März auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking von den Radarschirmen verschwunden. Rund zwei Drittel der Passagiere an Bord waren Chinesen, deren Angehörige immer wieder schwere Vorwürfe gegen die malaysischen Behörden erhoben. Die Ermittlungen der Polizei versuchen vor allem, den Hintergrund der Passagiere zu durchleuchten - mögliche Gründe für das Verschwinden der Maschine sind demnach eine Flugzeugentführung, Sabotage oder psychische Probleme von Passagieren oder der Crew.

          Im Indischen Ozean wird weiter nach Trümmern gesucht. Erst am Wochenende verlegte Australien das Suchgebiet um rund 1100 Kilometer. Nach Behördenangaben flog die Boeing 777 vermutlich schneller als bislang angenommen, verbrauchte deswegen mehr Treibstoff und stürzte früher in den Indischen Ozean als zuvor berechnet. Von Flugzeugen gesichtete und dann von Schiffen geborgene Gegenstände entpuppten sich bisher als Müll.

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