Umweltkatastrophe in der Oder :
Polen schließt Quecksilber als Ursache für Fischsterben aus

Lesezeit: 4 Min.
Viele tote Fische treiben im Wasser des deutsch-polnischen Grenzflusses Oder.
Die Zusammenarbeit mit Polen habe anfangs nicht reibungslos funktioniert, gesteht Umweltministerin Lemke ein. Politiker fürchten, dass die Umweltkatastrophe sich bis auf die Ostsee ausweitet. Laboranalysen weisen auf eine große Menge im Wasser gelöster Salze hin.

Erhöhte Quecksilberwerte sind nach Angaben der polnischen Regierung nicht die Ursache für das Fischsterben in der Oder. Dies hätten die ersten toxikologischen Untersuchungsergebnisse von Proben toter Fische ergeben, schrieb Polens Umweltministerin Anna Moskwa am Samstag auf Twitter. „Das staatliche Veterinärinstitut hat sieben Arten getestet. Es hat Quecksilber als Ursache für das Fischsterben ausgeschlossen.“ Man warte nun auf die Ergebnisse von Untersuchungen auf andere Schadstoffe. Polnische Behörden hatten nach Regierungsangaben bereits Ende Juli erste Hinweise darauf bekommen, dass in dem Fluss massenweise verendete Fische treiben.

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