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Philippinen : Manila nach Monsun unter Wasser

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Derzeit unverzichtbar im überschwemmten Manila: der Regenschirm Bild: AP

Der Regen lässt nicht nach: die Hauptstadt der Philippinen, Manila, ist in weiten Teilen überschwemmt. Nach Opfern des schweren Fährunglücks vom Wochenende wird immer noch gesucht. Bislang wurden 52 Leichen geborgen.

          Schwere Monsunregen haben auf den Philippinen weite Landstriche im Norden sowie Teile der Hauptstadt Manila unter Wasser
          gesetzt. In Las Piñas im Süden der Millionenmetropole reichte das Wasser in einigen Straßen bis Brusthöhe, und die Einwohner brachten Kinder und Alte auf selbst gemachten schwimmenden Plattformen in Sicherheit. In der Innenstadt blieben Büros, Botschaften, Schulen, Gerichte und die Börse geschlossen.

          In den nördlichen Provinzen Abra und Mountain wurden zwei Menschen von der reißenden Strömung angeschwollener Flüsse fortgerissen und vermisst, wie die Behörde für Katastrophenschutz berichtete. Mehr als 83.000 Menschen seien von den Überschwemmungen betroffen, 4000 hätten allein in Manila aus ihren Häusern flüchten müssen.

          Der zu dieser Jahreszeit übliche Monsun wurde seit Sonntag durch Tropensturm „Trami“ verschärft. Das Tiefdruckgebiet hing nach Angaben des Wetterdienstes fast sechs Stunden bewegungslos über der Nordostküste und brachte heftigen Regen. „Trami“ bewegte sich am Montag Richtung Taiwan weiter.

          52 Leichen nach Fährunglück geborgen

          Während der Unwetter kam es in der Nacht zum Samstag auch zu einem schweren Fährunglück vor dem Hafen der philippinischen Stadt Cebu. Rettungskräfte haben bislang 52 Leichen geborgen, teilte die Küstenwache am Montag mit. Die Suche nach den verbliebenen 68 Vermissten werde fortgesetzt. Allerdings behindern starke Strömungen die Arbeit der Taucher von Küstenwache und Marine. Insbesondere das Vordringen in das Wrack der Fähre, das in 30 Metern Tiefe liegt, gestaltet sich schwierig.

          Die Fähre „Thomas Aquinas“ war in der Nacht zum Samstag rund zwei Kilometer vor dem Hafen der Stadt Cebu mit einem Frachter zusammengestoßen und binnen zehn Minuten gesunken. 700 Fahrgäste wurden gerettet. Bis Sonntagabend wurden 38 Leichen gezählt.

          Nach Behördenangaben waren beide Schiffe erst kürzlich überprüft worden, weshalb menschliches Versagen als Unglücksursache vermutet wird. Fähren sind eines der Hauptverkehrsmittel auf den Philippinen, die aus 7100 Inseln bestehen.

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