https://www.faz.net/-gum-8jh8y

Zug nach Berlin : Passagiere stundenlang in IC eingeschlossen

  • Aktualisiert am

Erst nach Stunden können die Reisenden den überhitzten Zug verlassen. Bild: dpa

Wegen eines technischen Defekts bleibt ein IC nach Berlin liegen. Stundenlang sitzen die Passagiere ohne Klimaanlage in dem Zug fest. Erst die Feuerwehr kann die Reisenden mit Leitern befreien.

          Nach einem technischen Defekt an der Lok haben Bahnreisende am Sonntag bei Stendal mehrere Stunden lang ohne Klimaanlage in einem Intercity festgesessen. Fünf Menschen, die über gesundheitliche Probleme klagten, mussten von einem Notarzt betreut werden, sagte ein Bahnsprecher. Zwei der Patienten seien später stationär in ein Krankenhaus aufgenommen worden, heißt es in einer Mitteilung der Feuerwehr.

          Der Zug auf dem Weg von Amsterdam nach Berlin blieb gegen 13 Uhr wegen eines Lokschadens bei Stendal liegen. Dadurch sei auch die Klimaanlage ausgefallen, sagte der Bahnsprecher. Feuerwehrmänner mussten Patienten mit Kreislaufschwäche zum Teil mit Notleitern aus dem Zug helfen. Für bessere Luft hatten Bahnmitarbeiter zuvor bereits alle von den Gleisen abgewandten Türen des Zuges geöffnet. Kostenlose Getränke seien verteilt worden, ergänzte der Sprecher. Eine Evakuierung des Intercity sei an dieser Stelle der Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Berlin jedoch nicht möglich gewesen.

          Die Reisenden mussten deshalb auf eine Diesellok zum Abschleppen des Zugs warten, die gegen 15.15 Uhr eintraf. Wegen der Notarzteinsätze konnte der Zug aber erst um 16.30 Uhr weiterfahren und erreichte Berlin um kurz vor 18.00 Uhr. Andere Züge auf dieser Strecke seien ebenfalls mit Verspätung angekommen, sagte der Bahnsprecher.

          Topmeldungen

          Bergbau im Erzgebirge : Die Jagd nach dem Milliarden-Schatz

          Im Erzgebirge wird an der ersten deutschen Erzmine seit dem Krieg gebaut. Ein Investor verspricht sichere Rohstoffe und Hunderte Arbeitsplätze. Doch Politiker interessiert es nicht, Behörden mauern und Anwohner rebellieren.

          Pläne der neuen Ministerin : Was die Bundeswehr braucht

          Die Streitkräfte müssen bereit und fähig für den Einsatz sein. Die bisherigen Bemühungen müssen deshalb fortgesetzt und verstärkt werden – daran wird man die neue Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer messen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.