https://www.faz.net/-gum-9np8j

Parkland-Massaker : Ehemaliger Wachmann wegen Untätigkeit festgenommen

  • Aktualisiert am

Polizei bringt am 14.02.2018 Schüler der Majory Stoneman Douglas High School im amerikanischen Parkland in Sicherheit, nachdem dort ein ehemaliger Schüler 17 Menschen erschoss. Bild: AP

Über ein Jahr nach dem Parkland-Massaker an einer Highschool wird ein ehemaliger Wachmann festgenommen. Dessen Anwalt spricht davon, dass sein Mandant zum Sündenbock gemacht werde.

          Knapp 16 Monate nach dem Massaker an einer Schule im amerikanischen Florida mit 17 Todesopfern ist ein ehemaliger Wachmann wegen Untätigkeit festgenommen und angeklagt worden. Dem 56-Jährigen werde unter anderem vorgeworfen, seine Pflicht verletzt zu haben, die Kinder zu schützen, berichteten amerikanische Medien am Dienstag (Ortszeit) unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Ihm drohten bis zu 97 Jahre Haft, schrieb die örtliche Zeitung „Sun Sentinel“.

          Weiterer Beamter entlassen

          Statt einzugreifen, habe sich der inzwischen pensionierte Hilfssheriff damals zurückgezogen und 48 Minuten lang mit gezogener Waffe versteckt, während in der Schule die Schüsse fielen, zitierte die Zeitung aus einem Untersuchungsbericht. Der Anwalt des 56-Jährigen wies die Vorwürfe zurück und erklärte, der Mann werde zum Sündenbock gemacht.

          Ein weiterer Beamter wurde ebenfalls wegen Untätigkeit entlassen, aber nicht angeklagt. Er habe sich damals zehn Minuten lang hinter einem Auto versteckt, ohne sein Funkgerät einzuschalten, hieß es.

          Striktere Waffengesetze gefordert

          Am 14. Februar 2018 hatte an der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland ein 19-Jähriger 14 Jugendliche und drei Erwachsene erschossen. Der Schütze wurde festgenommen. Überlebende Schüler hatten nach dem Blutbad eine Protestaktion gegen Waffengewalt und für striktere Waffengesetze in den Vereinigten Staaten gestartet, die zu einer landesweiten Bewegung wurde.

          Topmeldungen

          Proteste gegen China : Hongkong ist eine Gefahr für die Weltwirtschaft

          Chinas innenpolitischer Konflikt bedroht die ohnehin schon trübe Weltkonjunktur. Auch Pekings Vorgehen gegen die Fluggesellschaft Cathay sollte deutschen Unternehmen eine Warnung sein – denn auch Daimler und Lufthansa gerieten schon mal ins Fadenkreuz.

          TV-Kritik: Anne Will : Wiederbelebung der Neiddebatte

          Die SPD hatte bisher das einzigartige Talent, die Probleme ihrer Konkurrenz zu den eigenen zu machen. Bei der Debatte um den Solidaritätszuschlag scheint das anders zu sein, wie bei Anne Will zu beobachten war.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.