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Mehr als 40 Menschen an Bord : Passagierflugzeug in Pakistan abgestürzt

  • Aktualisiert am

Der Absturzort in den pakistanischen Bergen. Bild: dpa

Nur wenige Minuten vor der Landung verschwindet Flug PK-661 von den Radarschirmen. An Bord der pakistanischen Passagiermaschine waren 48 Menschen. Es gibt keine Überlebenden.

          Im Norden Pakistans ist ein Passagierflugzeug mit mehr als 40 Menschen an Bord abgestürzt. Die Fluglinie Pakistan International Airlines bestätigte das Unglück am Mittwochabend (Ortszeit). „Wir bedauern zutiefst mitzuteilen, dass ein PIA-Flugzeug des Typs ATR-42 um 16.42 Uhr Ortszeit in der Nähe von Hawalian abgestürzt ist“, so Danyal Gilani, ein Sprecher der Fluglinie. Später teilte die Zivilluftfahrtbehörde mit, es sei „traurig und tragisch“, bestätigen zu müssen, dass es keine Überlebenden gebe.

          An Bord von Flug PK-611 waren demnach 42 Passagiere, fünf Crewmitglieder und ein Bodentechniker. Unter den Opfern seien neun Frauen und zwei Kleinkinder. Auch drei Ausländer waren demnach unter den Passagieren: Zwei Österreicher und ein Chinese. Die beiden Österreicher arbeiteten laut einem Wiener Außenamtssprecher für ein Unternehmen, das Ausrüstungen und Serviceleistungen für Wasserkraftwerke anbietet.

          Archivbild eines Flugzeugs der Fluglinie Pakistan International Airlines.

          Auf Bildern waren brennende Wrackteile zu sehen

          Die Turboprop-Maschine war in Chitral, einem Touristenort in der Nähe der Grenze zu Afghanistan, gestartet und war auf dem Weg in die Hauptstadt Islamabad. Nach Angaben des Sprechers Gilani stürzte sie 75 Kilometer vor Islamabad in der Nähe des Dorfes Saddha Batolini ab. Minuten vor der geplanten Landung in Islamabad ging der Kontakt zu der Maschine verloren, wie die Fluglinie in einer ersten Mitteilung erklärte.

          Die Passagiermaschine  war auf dem Weg von Chitral nach Islamabad

          Polizisten in der Nähe des mutmaßlichen Unglücksortes sagten der Deutschen Presse-Agentur, das Flugzeug sei in bergigem Gelände abgestürzt. Auf Bildern waren brennende Wrackteile zu sehen. Die Armee habe Soldaten und Helikopter mobilisiert, teilte ein Sprecher mit. Bisher seien 21 Tote geborgen worden. Die Absturzstelle ist nur schwer zugänglich. Über die Ursache war noch nichts bekannt.

          An Bord befand sich auch ein früherer bekannter pakistanischer Popstar. Junaid Jamshed war in den 80er Jahren Rockmusiker, bevor er sich der Religion zugewandte. Seine Familie berichtete, Jamshed sei als Prediger in Chitral unterwegs gewesen. Auf Twitter drückten Tausende Fans ihre Bestürzung aus.

          In Pakistan kommt es immer wieder zu schweren zivilen Luftfahrtunglücken. 2012 starben 127 Menschen beim Absturz eines Flugzeugs der Fluglinie Bhoja Air, 2010 stürzte ein Airbus der Fluglinie Airblue kurz vor der Landung in Islamabad ab. 152 Menschen kamen dabei ums Leben.

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