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Eine Frau verunglückte beim Wandern nahe der Umbalfälle. Bild: TVB Osttirol

In Österreich : Drei deutsche Bergsteiger tödlich verunglückt

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Ein Mann wurde am Donnerstag in der Steiermark vom Blitz getroffen, in Osttirol rutschte eine junge Frau auf einem Steig aus und stürzte 50 Meter in die Tiefe. In Tirol fanden Einsatzkräfte derweil die Leiche eines Vermissten.

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          In Österreich sind drei deutsche Bergsteiger tödlich verunglückt. Ein Deutscher wurde nach Polizeiangaben in der Steiermark am Donnerstag bei einer Klettersteigtour am Dachstein von einem Blitz getroffen und getötet, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA meldete. Sein Kletter-Partner, ebenfalls ein Deutscher, wurde verletzt.

          Die beiden Bergsteiger waren den Angaben zufolge zur Seethalerhütte und dann weiter zum Gipfel aufgestiegen. Als sie einen Wettersturz bemerkten, stiegen sie sofort wieder ab. Am Ende des Klettersteiges, kurz vor dem Ausstieg auf den Dachsteingletscher, gerieten sie aber doch ins das starke Gewitter.

          Einer der Männer wurde vermutlich direkt vom Blitz getroffen. Er wurde so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb. Der zweite Mann konnte zur Seethalerhütte absteigen und die Rettungskräfte verständigen.

          In Prägraten bei Matrei in Osttirol verunglückte ebenfalls am Donnerstag eine 28 Jahre alte Deutsche. Sie hatte laut APA mit ihrem Vater eine mehrtägige Hüttentour unternommen und war zur Clarahütte unterwegs, als sie auf dem Weg zum Umbaltal auf einem Steig ausrutschte und rund 50 Meter über steiles, felsiges Gelände abstürzte. Der Vater setzte sofort einen Notruf ab, der Notarzt konnte aber nur noch den Tod der jungen Frau feststellen.

          Am Pitztaler Gletscher bei Imst in Tirol wurde am Donnerstag die Leiche eines 69 Jahre alten Deutschen gefunden, der seit fast zwei Wochen vermisst wurde. Laut APA wurde der Mann bei einer Suchaktion 80 Meter unterhalb eines markierten Gletscherpfades zur Braunschweigerhütte gefunden. Die Polizei geht davon aus, dass er oberhalb der Randkluft gewandert und dabei abgestürzt war.

          Der Mann war den Angaben zufolge am 17. August mit dem Gletscherexpress allein zur Bergstation gefahren. Auf der Braunschweigerhütte wollte er sich mit seiner Frau treffen, er kam aber nicht dort an. Seine Leiche wurde nun von der Bergrettung und der Alpinpolizei geborgen und mit dem Hubschrauber ins Tal gebracht.

          Insgesamt sind in den österreichischen Alpen in dieser Sommersaison nach vorläufigen Zahlen bisher mindestens 122 Menschen ums Leben gekommen. Darunter seien 37 Deutsche gewesen, teilte das Kuratorium für Alpine Sicherheit am Freitag auf Anfrage mit. Die tödlichen Unfälle hätten sich unter anderem beim Bergsteigen, Wildwasserfahren und Gleitschirmfliegen ereignet. Allein beim Wandern und Bergsteigen seien seit Mai 61 Menschen ums Leben gekommen, davon stammten 23 aus Deutschland. Die Zahlen bewegten sich im langjährigen Vergleich in einer durchaus üblichen Größenordnung, teilte eine Sprecherin weiter mit. Im Vergleich von Jahr zu Jahr gebe es jeweils stärkere Unterschiede. „Das hängt meist mit dem Wetter zusammen.“

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