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Fluchtroute Mittelmeer : „Ocean Viking“ rettet mehr als 100 Migranten vor Libyen

  • Aktualisiert am

Ein Beiboot der „Ocean Viking“ bei einer Rettungsaktion im Mittelmeer im Juni vergangenen Jahres Bild: dpa

Bei einer weiteren Rettungsaktion hat die „Ocean Viking“ 106 Migranten aus dem Mittelmeer an Bord genommen. Das private Hilfsschiff traf die Geflüchteten vor der libyschen Küste in einem überfüllten Schlauchboot an.

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          Das private Hilfsschiff „Ocean Viking“ hat in internationalen Gewässern vor Libyen am Samstag mehr als 100 Bootsmigranten an Bord genommen. Das teilte die Betreiberorganisation SOS Mediterranee auf Twitter mit. Das Team des unter norwegischer Flagge fahrenden ehemaligen Offshore-Versorgers habe 106 Menschen aus einem überbesetzten Schlauchboot aus Seenot gerettet, hieß es. Bereits im Laufe der Woche hatte die Mannschaft nach Angaben einer Sprecherin in einem anderen Einsatz zehn Menschen aufgenommen.

          Das Schiff „Ocean Viking“ hatte im Februar rund 420 aus Seenot gerettete Bootsmigranten auf die italienische Mittelmeerinsel Sizilien gebracht. Das Bürgerkriegsland Libyen ist ein zentrales Transitgebiet für Migranten aus vielen Ländern auf ihrem Weg nach Europa. Die Fahrten in kleinen Booten übers Mittelmeer gelten als gefährlich.

          Die privaten Rettungsaktionen sind politisch umstritten. Meist werden die Geretteten zunächst nach Italien gebracht. Manchmal bekommen die Hilfsschiffe auch die Genehmigung, in Malta anzulegen. Libyens Küstenwache bringt zudem viele Bootsmigranten zurück in das nordafrikanische Land.

          Nach offiziellen Zahlen starben im vergangenen Jahr mehr als 1200 Menschen bei dem Versuch, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Experten gehen jedoch von einer hohen Dunkelziffer aus.

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