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Unfall in den Niederlanden : Zwölfjähriger durch Silvester-Explosion getötet

  • Aktualisiert am

Archivbild: Ein sogenannter Böller explodiert bei Anbruch der Dunkelheit. Bild: dpa

Kurz vor Neujahr ist in den Niederlanden ein zwölf Jahre alter Junge bei einer Explosion von Feuerwerkskörpern ums Leben gekommen. Ein weiteres Kind kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Ein Mann wurde festgenommen.

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          Bei einer Silvesterknallerei ist in den Niederlanden ein zwölfjähriger Junge ums Leben gekommen. Ein weiterer Junge, elf Jahre alt, erlitt am Freitag in der Gemeinde Haaksbergen unweit von Enschede und in Nähe der deutschen Grenze schwere Verletzungen, wie die Nachrichtenagentur ANP berichtete. Er wurde ins Krankenhaus gebracht. Der Vorfall soll sich laut dem Sender NOS gegen 11.30 Uhr ereignet haben.

          Die Kinder hatten den Angaben zufolge nicht selbst mit Feuerwerkskörpern hantiert, sondern nur zugeschaut, wie ein Mann mit einem als „Klaphamer“ (etwa: Knallhammer) bezeichneten Gerät Magnesiumpulver zur Explosion brachte. Der Mann wurde festgenommen. Es wurden Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung aufgenommen. Wie sich das Unglück genau abspielte, blieb laut Polizei zunächst unklar.

          Der Bürgermeister der Stadt Haaksbergen sprach den Angehörigen bereits sein Mitgefühl aus. „Meine Gedanken sind bei den Menschen, die jetzt völlig am Boden zerstört sind. Das ist das Schlimmste, was einem passieren kann“, sagte Rob Welten dem Regionalsender RTV Oost. Anwohner sagten ebenfalls RTV Oost, dass sie zum Mittag von einem lauten Knall aufgeschreckt wurden. In der Straße, in der sich das Drama abspielte, würden einige Nachbarn jedes Jahr ein kleines Fest feiern.

          In den Niederlanden gilt eigentlich ein landesweites Böllerverbot an Silvester. Die Regierung hatte das Verbot das zweite Jahr in Folge verhängt, um die Krankenhäuser in der Corona-Pandemie nicht zusätzlich zu belasten. 2019 mussten mehr als 1300 Menschen wegen Verletzungen durch Feuerwerkskörper behandelt werden. Im Jahr 2020 sank die Zahl infolge des Verbots um 70 Prozent.

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