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Flug MH370 : Suchteam ortet neues Signal im Meer

  • Aktualisiert am

Wo ist MH370? Bild: dpa

Neue Hoffnung bei der Suche nach Flug MH370: Im vermuteten Absturzgebiet haben Suchmannschaften wieder Signale aufgespürt. Ihre Frequenz stimmt mit der Frequenz von Flugschreibern überein.

          Im vermuteten Absturzgebiet des vor rund einem Monat verschwundenen malaysischen Passagierflugzeugs haben Suchmannschaften abermals Signale aufgespürt, die von der Blackbox der Maschine stammen könnten. Fachleute sind sicher, dass sie nicht von natürlichen Quellen stammen, zum Beispiel von Walen. Die Frequenz der Signale liegt bei 33,33 Kilohertz - das ist die Frequenz von Flugschreibern. Dem australischen Schiff „Ocean Shield“ sei es gelungen, am Wochenende in einem Teil des Indischen Ozeans empfangene akustische Zeichen wieder aufzuspüren, sagte der Koordinator der Suchaktion, Angus Houston, am Mittwoch in Perth.

          Nun sei es möglich, das Suchgebiet stark einzugrenzen, fügte Houston hinzu. Vermutlich sei es nur noch eine Sache von „einigen Tagen“, bis Wrackteile der Maschine gefunden würden. „Ich denke, dass wir am richtigen Ort suchen, aber wir müssen das Flugzeug noch visuell identifizieren.“ Zwischenzeitlich war befürchtet worden, dass die Batterien der Blackbox bereits leer sind.

          Nach zwei Tagen der Stille hatte die „Ocean Shield“ am Dienstagnachmittag und in der Nacht zum Mittwoch zwei neue Signale empfangen. Es sei sehr wahrscheinlich, dass sie von der Blackbox von Flug MH370 stammten, so Houston. Das erste Signal dauerte fünf Minuten und 32 Sekunden, das zweite rund sieben Minuten. Am Samstag waren zwei Signale in dem Suchgebiet aufgefangen worden, das mehr als 2000 Kilometer südwestlich der australischen Stadt Perth liegt. Die Signale könnten vom Flugschreiber der Malaysia-Airlines-Maschine mit der Flugnummer MH370 stammen. Allerdings seien die Signale schwächer gewesen, als die bisher verfolgten.

          Die Suchgebiete im Indischen Ozean

          Dies könnte ein Zeichen dafür sein, dass die Batterien des Flugschreibers langsam zur Neige gehen, sagte Houston. Diese sollen etwa einen Monat lang halten. Die Boeing war am 8. März nach ihrem Start in Kuala Lumpur mit 239 Menschen an Bord verschwunden. Den Behörden zufolge sollten sich am Mittwoch bis zu 15 Flugzeuge und 14 Schiffe an der Suche in einem Gebiet mehr als 2000 Kilometer westlich der australischen Küste beteiligen.

          Bei der Suche nach der Blackbox könnte bald ein U-Boot zum Einsatz kommen, das in großer Tiefe Fotos macht. „Soweit ist es noch nicht. Aber ich könnte mir vorstellen, dass man relativ bald mal etwas runterschickt, um sich mal näher umzusehen“, sagte Houston am Mittwoch auf einer Pressekonferenz im australischen Perth. Das U-Boot solle aber erst auf gut Glück zum Meeresgrund geschickt werden, wenn die Batterien der Blackbox „ohne Zweifel“ leer seien.

          Das Mini-U-Boot vom Typ Bluefin-21 kann den Meeresboden pro Tauchgang bis zu 25 Stunden lang mit einem Sonargerät absuchen. Spürt es einen Gegenstand auf, taucht der Roboter wieder auf. Er wird dann mit einer einer Videokamera abermals ins Wasser gesetzt. Das unbemannte Mini-U-Boot kann bis zu 4500 Meter tief tauchen.
          Blackbox könnte die Absturzursache klären

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