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Zum Untergang der Titanic : „Der Sonnensturm störte den Funk“

  • -Aktualisiert am

Im Meer: Das Wrack der Titanic, hier der Bug, wurde 1985 in rund 3800 Meter Tiefe entdeckt. Bild: Science Photo Library

Die Geschichte der RMS Titanic kennt fast jedes Kind. Wetterforscherin Mila Zinkova spricht im Interview über neue Erkenntnisse zu ihrem Untergang und ob ein Sonnensturm Schuld am Unglück des damals größte Passagierschiffs sein könnte.

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          Frau Zinkova, die Geschichte der RMS Titanic kennt fast jedes Kind. Das damals größte Passagierschiff der Welt stieß bei der Jungfernfahrt von England nach New York im April 1912 gegen einen Eisberg und sank. Warum beschäftigt uns die Titanic mehr als 100 Jahre nach ihrem Untergang immer noch?

          Die Titanic hat viele spannende Facetten, zum Beispiel: Sie galt als unsinkbar, und ihr Wrack wurde so lange nicht gefunden. Das Faszinierendste an ihrem Untergang sind aber die menschlichen Tragödien. Vor der Küste Neufundlands kamen damals mehr als 1500 Personen ums Leben. Um die Opfer ranken sich unendlich viele Geschichten. Da war der Schneider Michel Navratil, der nach der Trennung von seiner Ehefrau die beiden gemeinsamen Söhne entführte und an Bord der Titanic in die Vereinigten Staaten flüchten wollte. Navratil ertrank, seine Söhne wurden gerettet. Oder der deutsch-amerikanische Geschäftsmann Isidor Straus und seine Ehefrau Ida. Obwohl die Besatzung bei ihm eine Ausnahme machen wollte und ihm einen Platz in dem Rettungsboot anbot, das Frauen und Kindern vorbehalten war, lehnte er ab. Ida, der als Frau ein Platz zustand, verzichtete auch. Aus Liebe zu ihrem Mann. Beide gingen mit der Titanic unter.

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