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Naturkatastrophe in Norwegen : Lawine auf Spitzbergen reißt Häuser mit sich

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Rettungsteams suchen in dem Ort Longyearbyen auf der nordnorwegischen Insel Spitzbergen nach einem Lawinenunglück nach Opfern. Bild: dpa

Ohne jede Vorwarnung geht am Samstag eine tonnenschwere Schneelawine auf eine Siedlung im norwegischen Longyearbyen nieder. Die Bewohner graben mit Schaufeln nach Verschütteten. Ein Mann stirbt, bis zu zehn Menschen werden verletzt.

          Nach einem Lawinenabgang auf der Inselgruppe Spitzbergen sind die Behörden weiter in Alarmbereitschaft. Am Samstag waren mehrere Häuser von einer Schneelawine mitgerissen worden. Ein Mann kam ums Leben. Zehn Verletzte wurden ins Krankenhaus gebracht, darunter zwei Kinder. Rund 170 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

          „Wir sind von einer großen Tragödie getroffen worden“, sagte Sysselmann Kjerstin Askholt, die Regierungsbevollmächtigte der Inseln, am Sonntag bei einer Pressekonferenz.

          Es sei unklar, ob die Menschen wieder in ihre Häuser zurückkehren könnten. Am Sonntag wurde eine weitere Lawine registriert, die allerdings nur eine leerstehende Hütte zerstörte. Experten untersuchten, wie groß die Gefahr eines neuen Abgangs sei, sagte Askholt.

          Die Schneemassen waren Samstagvormittag über einer Siedlung in Longyearbyen niedergegangen. Einige Holzhäuser wurden mehrere Meter weit geschoben, andere zerbarsten. Die Behörden hatten zunächst Schwierigkeiten zu ermitteln, wer sich zur Unglückszeit in den Gebäuden aufhielt. Die Bewohner gruben mit Schaufeln nach Verschütteten.

          Vom Festland wurden Rettungsteams und Ärzte eingeflogen. Auch am Sonntag ging die Suche mit Lawinenhunden weiter. Es war aber niemand mehr als vermisst gemeldet.

          In der Nacht vor dem Unglück herrschte der Zeitung „Svalbardposten“ zufolge das schwerste Unwetter seit 30 Jahren. Geologen schätzten, dass Hunderte von Tonnen Schnee auf jedes Haus niedergingen.

          Spitzbergen, norwegisch Svalbard, ist eine Inselgruppe in der Arktis, die von Norwegen verwaltet wird. Dort leben rund 2700 Menschen. Anders als auf dem norwegischen Festland gibt es hier kein Lawinenwarnsystem.

           

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