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Nach Flächenbrand : Traurige Rückkehr nach Paradise

  • Aktualisiert am

Bild: AP

Die Bewohner von Paradise dürfen in die fast vollständig vom Feuer zerstörte Stadt zurückkehren. Obwohl Hunderte Einsatzkräfte nach menschlichen Überresten gesucht haben, erwarten viele Rückkehrer wohl auch Knochenfunde.

          Fast vier Wochen nach Ausbruch des verheerendsten Flächenbrands in der jüngeren Geschichte Kaliforniens dürfen die Bewohner von Paradise in die fast vollständig zerstörte Stadt zurückkehren. Der Sheriff des Bezirks Butte nordöstlich von San Francisco hob am Mittwoch die Evakuierungsanordnung für die etwa 27.000 Bewohner auf. Für Donnerstag wurde zudem die Räumung der Straßensperren angekündigt, um Paradise und umliegende Gemeinden auch für Besucher zu öffnen.

          Das „Camp Fire“, das am 8. November nach bisherigen Untersuchungen durch einen Defekt an Stromleitungen ausbrach, brannte mehr als 14.000 Häuser und etwa 5000 weitere Gebäude nieder. Mindestens 85 Bewohner der Waldregion kamen in den Flammen um. Weitere elf Personen werden weiterhin vermisst. Bei starken Windböen und Trockenheit hatte sich das Feuer über mehr als 620 Quadratkilometer ausgebreitet, bevor die Einsatzkräfte es am 25. November vollständig eindämmten.

          Die Gesundheitsbehörden warnten derweil vor einer vorzeitigen Rückkehr in das Brandgebiet. In Asche und Trümmern wurden erhöhte Schadstoffkonzentrationen gemessen. Obwohl Hunderte Einsatzkräfte in den vergangenen Wochen nach menschlichen Überresten suchten, erwarten viele Rückkehrer unter Umständen auch Knochenfunde. An den Briefkästen der Grundstücke, die bereits nach menschlichen Überresten durchsucht wurden, hinterließen die Suchmannschaften pinkfarbene Schleifen.    

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