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Nach Tropensturm „Florence“ : Angst vor Fluten und Dammbrüchen

  • -Aktualisiert am

In Lumberton im Bundesstaat North Carolina: die Küstenwache unterwegs im Landesinnern Bild: Reuters

Nach tagelangem Ausharren scheint der Tropensturm „Florence“ im Südosten Amerikas endlich abzuklingen. Doch die Gefahr ist noch lange nicht vorüber – die Folgen sind dramatisch.

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          Der Südosten der Vereinigten Staaten ist nach dem Tropensturm Florence angesichts anhaltender starker Regenfälle immer noch von enormen Fluten bedroht. In North Carolina und South Carolina herrschte am Montag Sorge vor Dammbrüchen und Erdrutschen. Inzwischen ist auch der Süden Virginias von den Überschwemmungen erfasst. 23 Menschen sind bislang durch das Unwetter, das am Wochenende auf ein tropisches Tiefdruckgebiet herabgestuft worden war, ums Leben gekommen.

          Majid Sattar

          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Sturmfluten im Atlantik haben die Pegel der Flüsse auf Rekordstände gebracht. Ihr Wasser drückt immer weiter ins Inland: Überflutungen wurden am Sonntag sogar aus der Stadt Fayetteville gemeldet, die rund 150 Kilometer landeinwärts liegt. Der Bürgermeister der Stadt, Mitch Colvin, sagte: „Das Schlimmste steht uns noch bevor.“ Zahlreiche Straßen waren unpassierbar, Rettungskräfte holten Menschen mit Booten aus ihren überfluteten Häusern. Autofahrer mussten teils Umleitungen von Hunderten Kilometern in Kauf nehmen. Die Behörden befürchteten, dass die Wassermassen über die Flüsse bis in die Mittelgebirge gedrückt werden und dort Erdrutsche auslösen könnten.

          Nicht Winde, sondern Wassermassen sind gefährlich

          Der amerikanische Wetterdienst warnte vor starkem Regen. Im Westen von North Carolina und im Südwesten Virginias gebe es deshalb ein erhöhtes Risiko von Erdrutschen. In Teilen von North Carolina und South Carolina seien „katastrophale und lebensbedrohliche Sturzfluten“ möglich. „Leider müssen wir noch mehrere Tage durchhalten“, sagte der Leiter der Katastrophenschutzbehörde Fema, Brock Long. Anlass zur Sorge geben demnach vor allem die Schutzdämme.

          Diese seien bereits durch heftige Regenfälle eines Tropensturms Anfang September äußerst belastet. Long forderte die Bewohner der betroffenen Gebiete auf, die Warnungen der Behörden zu beachten: „Auch wenn Hurrikans nach der Stärke des Windes eingestuft werden, ist es das Wasser, das zu den meisten Todesfällen führt.“ Die stärksten Sturmausläufer bringen zwischen fünf und siebeneinhalb Zentimeter Regen pro Stunde mit sich, wie North Carolinas Gouverneur Roy Cooper sagte. Das sei genug, um Überschwemmungen in Gebieten zu verursachen, in denen es noch nie welche gegeben habe. Die Folgen von Florence seien vermutlich größer als die durch Hurrikan Matthew, sagte North Carolinas Senator Thom Tillis. Matthew waren in dem Bundesstaat 2016 26 Menschen zum Opfer gefallen.

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