https://www.faz.net/-gum-aeeu2

Nach Explosion : Weiterer Toter in Chempark Leverkusen gefunden

  • Aktualisiert am

Polizei und Feuerwehr im Einsatz bei der Explosion im Chempark Leverkusen Ende Juli 2021 Bild: EPA

Im Chempark Leverkusen ist eine Woche nach der verheerenden Explosion ein weiterer Toter entdeckt worden. Das Opfer sei bereits identifiziert. Es kamen damit sechs Menschen ums Leben, einer wird noch vermisst.

          1 Min.

          Eine Woche nach der Explosion und dem Brand in einer Leverkusener Sondermüllverbrennungsanlage ist im Bereich des Unglücks ein weiterer Toter gefunden worden. Das Opfer sei identifiziert worden, bestätigte am Dienstag eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Köln. Durch die gewaltige Detonation kamen damit mindestens sechs Menschen ums Leben – nach Angaben der Kölner Polizei gilt ein Mensch noch als vermisst.

          Auf dem großen Gelände des Chemparks in Leverkusen dauern die Ermittlungen der Kölner Polizei weiter an. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen unbekannt wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung und fahrlässiges Herbeiführen einer Explosion. Die Aufräum- und Bergungsarbeiten werden nach Einschätzung des Chempark-Betreibers Currenta noch längere Zeit dauern. Zunächst hatte der WDR berichtet.

          Zuletzt hatte die Kölner Bezirksregierung mitgeteilt, welche Stoffe bei dem Unglück freigesetzt wurden. Es handelte sich demnach um Abfälle aus einer Agrar-Chemie-Produktion, deren Hauptbestandteil „phosphor- und schwefelhaltige Chemikalien“ gewesen sind. Ob diese ein Gesundheitsrisiko darstellen, ist allerdings bis jetzt weiter unklar. Es würden weitere Proben genommen. Bis zu einer abschließenden Klärung sollen die Vorsichtsmaßnahmen für Anwohner aufrecht erhalten werden. Dazu zählt etwa, kein Obst und Gemüse aus dem Garten zu essen oder verunreinigte Flächen anzufassen.

          Topmeldungen

          Der Betrieb hält sich in Grenzen: ein Blick ins fast leere Impfzentrum Sachsen (Dresden)

          Geringe Quoten im Osten : Impfen? Nicht mit mir!

          In Ostdeutschland sind die Corona-Impfquoten auffallend niedrig. Was ist der Grund dafür? Ein Soziologe sieht den Widerstand gegen die Spritze als Teil der grundlegenden Protesthaltung gegenüber der Regierung.
          Der französische Präsident Emmanuel Macron inspiziert im Juli 2019 im Hafen von Cherbourg das atomgetriebene U-Boot „Suffren“.

          U-Boot-Deal : Frankreich fühlt sich hintergangen

          Zwischen Paris und Washington knirscht es: Frankreich ist wegen des U-Boots-Deals der Vereinigten Staaten mit Australien erbost. Der amerikanische Außenminister versucht die Wogen zu glätten.
           Um dem sogenannten Ebergeruch vorzubeugen, werden männliche Ferkel  kastriert – bis Ende 2020 durfte die qualvolle Prozedur ohne Betäubung durchgeführt werden.

          Landwirtschaft : Wir brauchen eine Fleischwende

          Wir reden davon, den Klimawandel zu bekämpfen, schweigen uns aber über Nutztierhaltung und Fleischproduktion aus. Dabei gehört beides zusammen.
          Gemischte Gefühle bei der Rückkehr nach Deutschland.

          Fußball-Weltmeister Özil : Diese Wunde schließt sich nicht

          Mesut Özils Rückkehr ist bedrückend. „Scheiß-Türken“, heißt es von der Tribüne beim Spiel von Fenerbahce Istanbul gegen die Eintracht. Am Tag danach macht er deutlich: Sein Platz ist jetzt anderswo.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.