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Nach dem Sturm : 370 Tonnen Treibstoff vor Norwegens Westküste

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Ein zerstörtes Rettungsboot des Frachters „Server” im Öl vor der norwegischen Küste Bild: dpa

Nach einer Frachter-Havarie bei stürmischer See sind 370 Tonnen Treibstoff vor Norwegens Westküste in den Atlantik geflossen. Ein zyprischer Frachter war am Freitagabend in der Nähe von Bergen auf Grund gelaufen und in zwei Teile gebrochen.

          Eine Ölpest hat am Wochenende nach einer Frachter-Havarie bei stürmischer See die norwegische Westküste bedroht. Das zyprisches Schiff war am Freitagabend auf dem Weg in den russischen Hafen Murmansk in der Nähe von Bergen auf Grund gelaufen und in zwei Teile gebrochen. Der Frachter „Server“ hatte rund 600 Tonnen Treibstoff an Bord. 370 Tonnen liefen aus und bedrohten ein Vogelschutzgebiet nahe der Inselgemeinde Fedje.

          Rettungskräfte konnten am Sonntag 130 Tonnen Öl bergen. „Ganz Fedje ist von Öl umgeben, es dringt in alle Buchten“, sagte ein Kommunalpolitiker der Zeitung „Aftenposten“. Unterdessen kamen in Schweden bei dem Sturm mit orkanartigen Winden zwei Menschen ums Leben, darunter ein Kind.

          Schweden: zwei Tote durch umstürzende Bäume

          Ein Teil des 180 Meter langen, havarierten Schiffs konnte in einen Hafen geschleppt werden, das Heck versank. Die 25 Besatzungsmitglieder wurden mit einem Hubschrauber gerettet, verletzt wurde niemand. Das Schiff hatte keine Fracht an Bord. Grund für das Unglück könnte nach Angaben des Kapitäns ein Maschinenschaden sein. Die Reinigungsarbeiten könnten bis zu sechs Monate dauern, hieß es.

          Der Treibstoffteppich vor Fedje

          In Südschweden wurde ein neun Jahre alter Junge von einem umstürzenden Baum erschlagen. Ein älterer Mann starb nach Polizeiangaben in seinem Auto, als ein Baum auf den Wagen fiel. In Schweden wurden Fähr- und Zugverbindungen am Sonntag unterbrochen, darunter auch die Schiffsverbindung nach Sassnitz auf der Ostsee- Insel Rügen. Rund 200 000 Haushalte waren durch umgestürzte Bäume von Stromausfällen betroffen, schätzten schwedische Energieunternehmen. Die Öresund-Brücke zwischen Schweden und Dänemark war zeitweise gesperrt. Im Norden des dänischen Festlands wurden lokalen Radiosendern zufolge etwa 100 Sommerhäuser überflutet.

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