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Nach Brand in Berliner Philharmonie : Schäden geringer als befürchtet

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Berliner Philharmonie: Das Dach muss erneuert werden Bild: ddp

Der Dachbrand in der Berliner Philharmonie hat offenbar weniger Schaden angerichtet als zunächst befürchtet. So wurde der für seine Akustik berühmte große Saal kaum in Mitleidenschaft gezogen. Das Blechdach muss wahrscheinlich komplett erneuert werden. Bis zum 2. Juni bleibt die Philharmonie voraussichtlich geschlossen.

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          Der Dachbrand in der Berliner Philharmonie hat offenbar weniger Schaden angerichtet als zunächst befürchtet. So wurde der für seine Akustik berühmte große Saal kaum in Mitleidenschaft gezogen. Das Blechdach hingegen muss wahrscheinlich komplett erneuert werden. Bis zum 2. Juni bleibt die Philharmonie voraussichtlich geschlossen, in diesem Zeitraum geplante Konzerte werden verlegt. Das teilte Intendantin Pamela Rosenberg mit.

          Fahrlässigkeit bei Schweißarbeiten als Brandursache vermutet

          Als Ursache des Schwelbrandes am Dienstag wird Fahrlässigkeit bei Schweißarbeiten vermutet. Die Polizei habe die Ermittlungen zur Brandursache an die Staatsanwaltschaft abgegeben, teilte Verwaltungschef Frank Kersten mit. Das Feuer war im Dach oberhalb des großen Saals ausgebrochen. Verletzt wurde niemand, auch die wertvollen Instrumente blieben unbeschädigt.

          Zur Brandbekämpfung musste die Feuerwehr 1.600 Quadratmeter des Daches aufreißen. Das ist ein Viertel der gesamten Dachfläche. Über dieser Stelle soll nun zunächst ein Notdach errichtet werden. Dann werde das gesamte Dach unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes neu aufgebaut werden müssen, sagte Kersten. Fachleute rechnen mit Kosten in Millionenhöhe.

          Die Funktionsfähigkeit des großen Saals sei nicht beeinträchtigt, sagte Kersten. Selbst die Tontechnik direkt unter der Brandstelle habe nicht gelitten. Zu sehen waren am Mittwoch nur einige wenige Wasserflecken. Zum Schutz vor Löschwasser hatte die Feuerwehr eigens Planen ausgelegt. Der benachbarte Kammermusiksaal ist von der Schließung nicht betroffen.

          Freikarten für Feuerwehr und Polizei

          Drei für das Wochenende geplante Konzerte mit dem Stardirigenten Claudio Abbado wurden auf einen Termin am Samstag in die Waldbühne verlegt. Für die Aufführung von Hector Berlioz` „Te Deum“ mit rund 700 Mitwirkenden zieht die Freilichtbühne extra ihre Saisoneröffnung vor. Als Dank für die hervorragenden und schonenden Löscharbeiten seien zu dem Konzert auch 500 Feuerwehrleute und Polizisten mit Familie eingeladen, sagte Intendantin Rosenberg.

          Außerdem werden für die gut 20.000 Besucher fassende Freiluftarena tausende zusätzliche Karten angeboten. Abbado sei von dem Umzug nicht begeistert, weil er eine Schwierigkeit darin sehe, die zahlreichen Mitwirkenden auf der relativ kleinen Bühne koordiniert unterzubringen, sagte die Intendantin. Er freue sich aber, dass das Konzert auch dank der günstigen Wetterprognose überhaupt möglich sei.

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