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Bei Unfall in München : Über 200 Gaffer behindern Rettungskräfte

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Bei dem Unfall in der Münchner Innenstadt wurden zwei Personen schwerverletzt, ein Fahrer erlitt leichte Verletzungen. Bild: dpa

Zahlreiche Schaulustige haben bei einem Unfall in der Münchner Innenstadt die Rettungskräfte zum Teil massiv behindert. Erst nach zahlreichen Platzverweisen kommen Polizei und Feuerwehr zu den Verletzten durch. Das könnte Konsequenzen haben.

          Zwischen 200 und 250 Gaffer haben Rettungskräfte am Mittwochmittag bei einem Einsatz in der Münchner Innenstadt behindert. Die Schaulustigen sollen noch vor den Einsatzkräften am Unfallort eingetroffen sein und Fotos von den Schwerverletzten in ihren Fahrzeugen gemacht haben, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Erst nach dem Aussprechen zahlreicher Platzverweise sowie der Androhung von unmittelbarem Zwang durch die Polizei konnten die Rettungskräfte ihre Arbeit aufnehmen.

          Bei dem Unfall hatte ein Rettungswagen der Johanniter bei hohem Tempo eine rote Ampel überquert und einen Ford Fiesta gerammt, der daraufhin aufs Dach geschleudert wurde. Der 86-jährige Fahrer des Fords sowie seine 85-jährige Beifahrerin wurden bei dem Zusammenprall schwer verletzt. Der Rettungsassistent hinter dem Steuer des Einsatzfahrzeuges kam hingegen mit leichten Verletzungen davon.

          „Die Einsatzkräfte waren völlig entsetzt“, teilte der Sprecher der Münchner Polizei, Christoph Reichenbach, mit. Für die Gaffer könnte ihre Sensationsgier derweil ernste Konsequenzen haben. Der Gesetzgeber wertet solche Aufnahmen entweder als Ordnungswidrigkeit, die eine Bußgeld zwischen 20 und 1000 Euro mit sich ziehen kann, oder als eine Straftat. In diesem Fall droht dem Beschuldigte eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren. Die Münchner Polizei versucht nun die Schaulustigen nachträglich zu ermitteln.

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