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Erdrutsch an Industrieanlage : Radioaktive Schadstoffe könnten in den Detroit River gelangt sein

  • -Aktualisiert am

Radioaktive Schadstoffe im Wasser? Die Bewohner der Stadt Detroit beziehen ihr Trinkwasser auch aus dem Detroit River. Bild: Reuters

Früher wurde auf dem Industriegelände in der amerikanischen Stadt Detroit radioaktives Uran verarbeitet. Wie jetzt bekannt wurde, ist ein Teil des belasteten Bodens in den Detroit River gerutscht. Das Trinkwasser der Stadt könnte in Gefahr sein.

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          Bei einem Erdrutsch an einer stillgelegten Industrieanlage im amerikanischen Michigan, in der während der vierziger und fünfziger Jahre Uran verarbeitet wurde, sind unter Umständen Schadstoffe in den Detroit-Fluss gelangt. Wie die Umweltbehörde des Bundesstaats am Donnerstag bestätigte, glitten die Erdmassen ins Wasser, als in der vergangenen Woche größere Mengen Schüttgut wie Sand, Kies und Steine auf den sogenannten Detroit Docks gelagert wurden. Die Stadt Detroit bezieht aus dem Fluss Trinkwasser.

          Seit 35 Jahren wird das Areal am Detroit-Fluss, der Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada, zum Be- und Entladen von Frachtschiffen genutzt. Da während des Zweiten Weltkriegs auf dem Gelände radioaktives Uran, angeblich auch für Atombomben, und andere gesundheitsgefährdende Stoffe verarbeitet wurden, hatte das Washingtoner Energieministerium die Anlage als belastet eingestuft. Michigans Behörde für Umwelt, Große Seen und Energie teilte mit, es gebe keine Belege für eine Gefährdung der Umwelt durch Giftstoffe. Sie kündigte aber Untersuchungen an. Kanadische Abgeordnete verlangten derweil gemeinsame Begutachtungen der Regierungen in Washington und Ottawa.

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