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Ibbenbüren im Münsterland : Zechenarbeiter stirbt unter Tage – zwei Wochen nach Schließung

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Der Förderturm der Zeche bei Ibbenbüren (Archivbild) Bild: dpa

Eigentlich war die Zeche in Ibbenbühren bereits geschlossen. Doch ein 29 Jahre alter Mitarbeiter wurde dennoch unter Tage in einer Wettertür eingeklemmt – und erlag seinen schweren Verletzungen.

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          Zwei Wochen nach der Schließung der Zeche Ibbenbüren ist in dem Bergwerk im Münsterland ein Arbeiter unter Tage ums Leben gekommen. Das teilte der Betreiberkonzern RAG am Montagabend mit. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet. Das Unglück sei am Montagvormittag geschehen. Der Tote sei ein 29 Jahre alter Mitarbeiter. Er wurde nach ersten Erkenntnissen in einer sogenannten Wettertür eingeklemmt und erlitt dabei tödliche Verletzungen. Der Industriemechaniker sei seit 2006 auf dem Bergwerk beschäftigt gewesen. Die Ermittlungen der Aufsichtsbehörden dauerten noch an.

          Das Bergwerk in Ibbenbüren am Rande des Münsterlandes war Deutschlands nördlichstes Kohle-Bergwerk und machte vor zwei Wochen dicht. In diesem Jahr hatten gut 800 Bergleute noch mehr als 800.000 Tonnen Anthrazitkohle gefördert. Die Kohle wird vor allem in dem dortigen Steinkohlekraftwerk zur Stromerzeugung verbrannt.

          Nach dem Schluss der aktiven Förderung werden die Maschinen von Untertage an die Oberfläche geschafft. Die Abschlussarbeiten dauern üblicherweise rund ein Jahr. Mit der Schließung der Zeche Prosper-Haniel in Bottrop wird am 21. Dezember der deutsche Steinkohlebergbau endgültig eingestellt.

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