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Pendler brauchen Geduld : Wegen „Eberhard“ fallen viele Züge aus

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Auch am Montag wird mit Verspätungen zu rechnen sein. Bild: dpa

Bäume stürzen um, Züge werden gestoppt, ein Mann stirbt, Reisende stranden: Sturmtief „Eberhard“ hat Spuren hinterlassen. Am frühen Morgen fahren erste Züge wieder. Doch viele Verbindungen fallen weiterhin aus.

          Bahnreisende müssen in Folge des Sturmtiefs „Eberhard“ auch am Montag mit Behinderungen rechnen. Es werde „immer noch starke Einschränkungen“ sowohl im Fern- als auch im Regionalverkehr geben, sagte eine Bahnsprecherin am frühen Montagmorgen. Dazu zählten Strecken in NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz. Im Laufe des Tages solle aber der Fernverkehr in und aus dem Ruhrgebiet wieder rollen und auch der Regional- und S-Bahn-Verkehr in NRW wieder seinen Betrieb aufnehmen. Die Schnellfahrstrecke zwischen Köln und München sei wieder frei und könne eingeschränkt wieder befahren werden, hieß es weiter.

          Auf den Autobahnen bildeten sich im Berufsverkehr bis 07.45 Uhr morgens alleine in Nordrhein-Westfalen Staus von rund 420 Kilometern Länge, wie der WDR berichtete.

          Nach Bahnangaben war im Fernverkehr unter anderem die Strecke Köln-Wuppertal-Dortmund am Montag weiter gesperrt. Die Strecke soll ab Mittag wieder befahrbar sein. Einzelne Züge auf der Schnellstrecke zwischen Köln und Frankfurt werden den Angaben zufolge ausfallen. Dafür würden viele Züge zusätzlich in Siegburg/Bonn, Montabaur und Limburg Süd halten. „Pendler sollten mit Verspätungen rechnen und sich in den Informationssystemen auf dem Laufenden halten“, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn am Montagmorgen. Viele der verursachten Schäden hätten in der Nacht behoben werden können, so dass im Fernverkehr wieder ein „stabiler Betrieb“ hergestellt sei.

          Auch in Niedersachsen und Bremen müssen Pendler am Montag noch Geduld mitbringen. Es könne weiter zu Verspätungen und Zugausfällen kommen. Besonders Langstreckenverbindungen von Süden nach Norden könnten noch vereinzelt ausfallen. Wie viele Verbindungen aktuell betroffen sind, sei unklar hieß es bei der Bahn. Reisende sollten sich vorab informieren, ob ihr Zug wie angekündigt fahre.

          Auch S-Bahnen und Regionalzüge seien in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens wieder in Betrieb, auf einzelnen Strecken sei ein Ersatzverkehr mit Taxis oder Bussen eingerichtet. Weil Sturm „Eberhard“ Bäume auf die Gleise geweht und für einen Stromausfall im wichtigen Stellwerk Essen gesorgt hatte, war der Zugverkehr im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW am Sonntagnachmittag komplett gestoppt worden.



          Sturmtief „Eberhard“

          Am Sonntag war Sturmtief „Eberhard“ über den Westen und die Südhälfte Deutschlands gezogen. Ein Autofahrer starb bei Bestwig im Sauerland, als ein Baum während der Fahrt auf den Wagen fiel. Die Deutsche Bahn stoppte am Sonntagnachmittag im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen ihren Betrieb, mit weitreichenden Folgen für die ganze Republik. Auch am Montag werden noch Beeinträchtigungen fast im ganzen Land erwartet, weil viele Züge nicht an ihren Zielen ankamen.

          Auch an Flughäfen, etwa in Frankfurt am Main, kam es zu Dutzenden Ausfällen. Am Flughafen Köln/Bonn mussten einige Flugzeuge beim Anflug durchstarten. In der Nacht zum Montag erwartete der Deutsche Wetterdienst in Teilen des Nordens Deutschlands bis ins Flachland Schneefall, der bereits am Sonntag lokal einsetzte.

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