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Nach Container-Havarie : Millionen von Plastikteilchen auf Nordsee-Inseln angespült

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Der mit Containern beladene Frachter „MSC Zoe“ hatte im Januar auf dem Weg vom belgischen Antwerpen nach Bremerhaven einen Teil seiner Ladung in der Nordsee verloren. Nun sind Plastikteilchen auf nahen Inseln angespült worden. (Archivbild) Bild: dpa

Nach einer Container-Havarie im Januar wurden nun zahlreiche Plastikteilchen auf Inseln in der Nordsee gefunden. Das Schiff hatte mehr als 345 Container verloren.

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          Nach der Container-Havarie Anfang Januar in der Nordsee sind zahlreiche Plastikteilchen auf Nordseeinseln gefunden worden. Laut Angaben niederländischer Wissenschaftler sind allein im Gebiet der Groninger Wattküste 24 Millionen Plastikteilchen und der vorgelagerten Inseln angeschwemmt worden. Die höchste Konzentrationen sei an Stränden der bei Urlaubern beliebten Insel Schiermonnikoog ermittelt worden, teilte die Universität Groningen mit.

          Auch die unbewohnten niederländischen Nachbarinseln Rottumeroog und Rottumerplaat seien stark betroffen. Auf Schiermonnikoog sollten in der kommenden Woche Reinigungsarbeiten mit Hilfe spezieller Sauggeräte beginnen, berichtete die niederländische Nachrichtenagentur ANP am Samstag.

          Die „MSC Zoe“ einer in Genf ansässigen Reederei – eines der größten Containerschiffe der Welt – hatte auf dem Weg nach Bremerhaven in der stürmischen Nordsee mehr als 345 Transportbehälter verloren. Viele brachen beim Sturz ins Wasser auf. Tonnenweise wurde der Inhalt an Strände der Nordseeinseln vor den Niederlanden und Deutschland angespült. Die Universität Groningen begann kurz nach der Havarie eine Suchaktion, bei der freiwillige Helfer Sichtungen von Plastikmüll über eine App melden konnten. Seitdem gingen mehr als 300 Hinweise ein.

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