https://www.faz.net/-gum-8673t

MH370 : Gefundenes Wrackteil soll zu Boeing 777 gehören

  • Aktualisiert am

Wrackteil auf der Insel La Réunion: Stammt es von Flug MH370? Bild: AFP

Das auf einer Insel im Indischen Ozean angeschwemmte Wrackteil gehört laut Fachleuten offenbar zum Flugzeugtyp Boeing 777. Eine Verbindung zum vermissten Flug MH370 gilt damit als wahrscheinlich.

          1 Min.

          Das auf der Insel La Réunion im Indischen Ozean angeschwemmte Wrackteil stammt Experten zufolge wahrscheinlich von einer Maschine des Typs Boeing 777. Das ist auch der Flugzeugtyp des im März vergangenen Jahres verschollenen Malaysia-Airlines-Flugs MH370. Amerikanische Ermittler seien in hohem Maße überzeugt davon, dass es sich bei dem drei Meter langen Wrackteil um eine Flügelkomponente handele, die es in dieser Form nur in einer Boeing 777 gebe, meldete die Nachrichtenagentur AP. Auch der Nachrichtensender CNN berichtete unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen, das Wrackteil sei identisch mit Teilen, die zu Maschinen des Typs Boeing 777 gehören. Laut amerikanischen Ermittlern gibt es mit dem Fall MH370 nur eine einzige Boeing 777, die derzeit vermisst wird, berichtet die „New York Times“.

          Flug MH370 verschwand im vergangenen Jahr mit 239 Personen an Bord auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking über Thailand spurlos vom Radar. Die Maschine war damals aus bislang ungeklärten Gründen von ihrer Route abgewichen.

          Wie französische Medien kurz nach dem Fund berichteten, wurde das Wrackteil bereits Ermittlern übergeben, die den Flügel nun untersuchen wollen. Das zuständige Verfahren dazu wurde bereits eröffnet. Der französische Luftsicherheitsexperte Xavier Tytelman sprach von einer unglaublichen Ähnlichkeit zwischen dem gefundenen Wrackstück und einem Teil eines Ruders einer Boeing 777. Auf seinem Twitter-Account und seinen Blog stellte er eine Skizze dazu. „In einigen Tagen werden wir eine sichere Antwort haben“, schrieb Tytelman.

          Die Insel La Réunion liegt etwa 700 Kilometer östlich von Madagaskar und gehört zu Frankreich. Zwar liegt die vermutete Absturzstelle von MH370 westlich von Australien, also fast 7000 Kilometer von La Réunion entfernt – allerdings könnten Meeresströmungen das Wrackteil einmal quer durch den Indischen Ozean getrieben haben und an die Küste nahe des Ortes Saint-André gespült worden sein.

          Satellitenauswertungen hatten ergeben, dass das Flugzeug noch etwa sieben Stunden weitergeflogen war und vermutlich knapp 2000 Kilometer westlich von Perth an der australischen Westküste abstürzte, nachdem der Treibstoff ausgegangen war. Die Piloten hatten sich 40 Minuten nach dem Start zum letzten Mal beim Tower gemeldet, ohne Hinweise auf Probleme.

          Darüber hinaus soll der Flügel mit Muscheln bedeckt gewesen sein, was laut dem Blog peuravion.fr darauf hindeutet, dass es sich längere Zeit im Wasser befand. Allerdings sollen auch eventuelle Spuren zu zwei Flugzeugabstürzen in den Jahren 2006 und 2009 untersucht werden.

          MH370-Absturz : Wrackteil auf La Réunion entdeckt?

          Topmeldungen

          Kritisierte Meuthens Rede als „spalterisch“: der Vorsitzende der Bundestagsfraktion und AfD-Ehrenvorsitzende Alexander Gauland

          AfD-Parteitag : Gauland schlägt zurück

          Für seine Kampfansage an die Radikalen muss der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen heftige Kritik einstecken. Fraktionschef Alexander Gauland rügt Meuthens Rede als „Verbeugung vor dem Verfassungsschutz“ – dabei müsse die AfD gegen diesen „kämpfen“.

          Pressefreiheit in Frankreich : Macrons Doppelmoral

          Es ist gut, dass der französische Präsident Karikaturen gegen Zensurversuche im Namen der „politischen Korrektheit“ verteidigt. Doch er wäre glaubwürdiger, wenn er die Pressefreiheit nicht an anderer Stelle selbst einschränken würde.
          Kaum zu glauben: Marco Reus unterliegt mit der Borussia gegen Köln.

          Überraschende BVB-Pleite : Dortmunder Debakel gegen Krisenklub

          Mit einem Sieg hätte die Borussia an der Bundesliga-Tabellenspitze Druck auf den FC Bayern machen können. Stattdessen unterliegt der BVB dem abgeschlagenen 1. FC Köln. Erling Haaland vergibt in der Nachspielzeit eine Großchance.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.