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Epizentrum im Süden des Landes : Mexiko erneut von Erdbeben der Stärke 6,1 erschüttert

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Ein israelischer Rettungsmitarbeiter sucht nach dem starken Nachbeben in den Trümmern eines eingestürzten Hauses nach Überlebenden. Bild: dpa

In Mexiko gab es ein weiteres Erdbeben der Stärke 6,1. Das Zentrum lag im Süden des Landes. Auch in Mexiko-Stadt wurde Alarm ausgelöst. Die Zahl der Todesopfer steigt auf über 300.

          Neuer Schock für die Menschen in Mexiko: Ein Erdbeben der Stärke 6,1 hat vier Tage nach dem Beben mit rund 300 Toten das Land am Samstag erneut erschüttert. Das Zentrum lag im Süden des Landes im Bundesstaat Oaxaca, hieß es am Samstag nach vorläufigen Angaben des Seismologischen Instituts.

          Das Beben ereignete sich um 7.53 Uhr Ortszeit, viele Menschen wurden im Schlaf überrascht, sie rannten zum Teil in Pyjamas auf die Straßen. Zunächst war die Stärke mit 6,4 angegeben worden. Über Schäden und Opfer wurde zunächst nichts bekannt. Auch in der Millionenmetropole
          Mexiko-Stadt wurde Erdbebenalarm ausgelöst. Hier starben zwei alte Frauen an Herzinfarkten, nachdem der Alarm losgegangen war.

          Allerdings seien die Erdstöße in der Hauptstadt längst nicht so heftig zu spüren gewesen wie am Dienstag, als in der Mittagszeit ein Beben der Stärke von 7,1 die Metropole erschüttert hatte, berichtete ein dpa-Reporter.

          Das Zentrum des Bebens vom Samstag lag nach neuen Angaben des Leiters der Zivilschutzbehörde Luis Felipe Puente bei der Stadt Union Hidlago. Die Stadt liegt 700 Kilometer südöstlich von Mexiko-Stadt. Mehrere Häuser und eine Brücke sind im Süden des Landes eingestürzt, berichteten TV-Sender. Besonders schwer hat es die Stadt Juchitán im Bundesstaat Oacaca getroffen, mindestens acht Gebäude seien hier eingestürzt.

          Alle Rettungsarbeiten mussten unterbrochen werden

          Puente ordnete eine Unterbrechung aller Rettungsarbeiten an, damit die Rettungskräfte nicht gefährdet werden. Allein in Mexiko-Stadt waren durch das Beben am Dienstag rund 50 Gebäude eingestürzt, daneben wurden besonders die Bundesstaaten Morelos und Puebla schwer getroffen. Landesweit sollen 181 Gebäude eingestürzt sein. Durch das Beben vom Dienstag starben bisher 298 Menschen, davon alleine 160 in der Hauptstadt Mexiko-Stadt. Bisher wurden nach Angaben der Stadtregierung rund 70 Menschen lebend geborgen.

          Damit gab es nun innerhalb von zwei Wochen drei schwere Erdbeben in dem Land. Durch ein Beben der Stärke 8,1 am 7. September starben 98 Menschen – damals lag das Zentrum aber draußen im Pazifik, es traf vor allem den Süden, der nun am Samstag erneut besonders von dem Beben betroffen war. Mexiko liegt in einer der am stärksten von Erdbeben gefährdeten Regionen.

          Das hängt mit der Lage am Pazifischen Feuerring zusammen, einer hufeisenförmige Zone entlang der Küsten des Pazifischen Ozeans. Sie wird häufig von Erdbeben und Vulkanausbrüchen heimgesucht. Hier treffen verschiedene Platten der Erdkruste aufeinander. Es kommt zu tektonischen Verschiebungen und Verwerfungen, was immer wieder die Erde beben lässt. Zwar wurden in Mexiko viele Bauvorschriften verschärft und Katastrophenpläne verbessert, aber einen vollkommenen Schutz gegen die Kraft der Natur gibt es nicht.

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