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Mehrere Tote : Schwere Schäden in Indien durch Zyklon „Fani“

Bild: dpa

Der Zyklon „Fani“ hat in Indien zu Überschwemmungen geführt, Bäume umgeworfen und Dächer heruntergerissen. Indische Medien berichteten von drei Todesfällen.

          In Indien hat einer der stärksten Stürme seit Jahren erhebliche Schäden verursacht. Der Zyklon „Fani“ war am Freitagmorgen im Bundesstaat Odisha an der Ostküste des Subkontinents mit Geschwindigkeiten von mehr als 195 Kilometern pro Stunde auf Land getroffen. Indische Medien berichteten von drei Todesfällen in dem Bundesstaat. Der Sturm hatte in dem Gebiet zu Überschwemmungen geführt, Bäume umgeworfen und Dächer heruntergerissen. Insgesamt waren Dutzende Millionen Menschen von den Folgen betroffen. Vom Golf von Bengalen aus war der Sturm nahe der Stadt Puri an Land gegangen, deren hinduistischer Jagannath Tempel jedes Jahr Millionen Pilger anlockt.

          Till Fähnders

          Politischer Korrespondent für Südostasien.

          Vor Ankunft des Sturms hatten die indischen Behörden etwa eine Million Menschen in Sicherheit gebracht. Die Wetterbehörden hatten vor „phänomenalem“ Seegang und Sturmfluten bis zu einem Meter Höhe gewarnt. Das Auswärtige Amt in Berlin hatte Reisende in seinen Hinweisen aufgefordert, küstennahe Gebiete zu meiden. Hubschrauber und Versorgungsschiffe waren in der Umgebung in Alarmbereitschaft versetzt worden. Flughäfen, Bahnhöfe und Schiffereihäfen stellten den Betrieb vorübergehend ein. Die Schulen blieben geschlossen. Angesichts der mehrere Wochen dauernden Parlamentswahl in Indien waren auch einige Wahlveranstaltungen abgesagt worden. Ministerpräsident Narendra Modi sagte den Opfern des Sturms die Unterstützung des gesamten Landes zu.

          Den Berichten indischer Journalisten nach waren die Straßen in dem Gebiet am Freitag wie leergefegt. Nachdem der Zyklon am Freitag auf Land getroffen war, hatte er sich etwas abgeschwächt. Er wurde aber noch als „sehr schwerer Wirbelsturm“ eingestuft. Nach früheren schweren Stürmen waren in Indien hohe Zahlen von Todesopfern zu beklagen gewesen. Im Jahr 1999 wurden bei einem Zyklon in Odisha 10.000 Menschen getötet. Seither sollen sich die Sicherheitsvorkehrungen aber deutlich verbessert haben.

          Am Freitagabend sollte der Sturm den Bundesstaat Westbengalen mit der Stadt Kalkutta treffen. Anwohner wurden aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben und die Strom- und Gasversorgung abzuschalten. Am Samstag soll der Sturm dann in das Nachbarland Bangladesch und in Richtung der Region um Chittagong weiterziehen. Bis dahin wird er sich voraussichtlich aber weiter abschwächen.

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