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Rüdesheim : 3000 Liter Diesel aus Hotelschiff in Rhein geflossen

  • Aktualisiert am

Blick vom Niederwalddenkmal, Rüdesheim, über Weinhänge auf den Rhein nach Bingen (Archivbild) Bild: Picture-Alliance

Tausende Liter Treibstoff sind von einem Schiff in den Rhein gelangt und viele Kilometer weit in Richtung Norden geflossen. Die Polizei ermittelt wegen Gewässerverunreinigung.

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          Aus einem Hotelschiff sind in der Nacht zum Sonntag rund 3000 Liter Diesel in den Rhein gelaufen. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei lag das Schiff im hessischen Rüdesheim am Rhein an einem Anleger. Der Treibstoff trat laut Polizei beim Umpumpen von Tank zu Tank aus. Der genaue Grund dafür stand am Sonntag nicht fest. Die Auswirkungen auf das Gewässer waren zunächst unklar. Es werde wegen Gewässerverunreinigung ermittelt. Gefahr für Menschen bestand den Angaben zufolge nicht.

          Der Treibstoff konnte nicht mehr eingefangen werden. Die Polizeifliegerstaffel Rheinland-Pfalz habe am Sonntagmorgen eine Verschmutzung des Rheins auf 28 Kilometern Länge in Richtung Koblenz festgestellt, berichtete das hessische Bereitschaftspolizeipräsidium in Mainz-Kastel. Es sei internationaler Rheinalarm ausgelöst worden, was bedeute, dass die Anrainerländer informiert würden und etwa die Trinkwasserentnahme aus dem Fluss gestoppt werde, sagte ein Polizeisprecher.

          Das Schiff mit rund 180 Personen an Bord durfte am Sonntagvormittag um kurz nach 11.00 Uhr seinen Weg in Richtung Nürnberg fortsetzen. Ein Leck sei entgegen ersten Angaben nicht vorhanden gewesen. Der Austritt des Diesels war der Polizei am Samstagabend gegen 23.25 Uhr gemeldet worden. Die Folgen für die Umwelt müsse die Untere Naturschutzbehörde in Bad Schwalbach einschätzen, hieß es bei der Wasserschutzpolizei Rüdesheim.

          Zunächst war der Austritt von rund 20.000 Litern gemeldet worden. Vermutlich habe man auf dem Schiff bei der Meldung in der Nacht zum Sonntag noch keinen Überblick gehabt, sagte ein Polizeisprecher.

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